Freitag, 24. Oktober 2014
Dienstag, 21. Oktober 2014
An honest man who has gotten rid of all
illusions is a man par excellence. Though he may have little esprit, his
society is very pleasant. He can't be a pedant, not placing importance in
anything. He is indulgent, because he remembers that he had the same illusions
that others are still occupied with. Being carefree is the reason for his
confidence in his commerce with men, and for not giving in to petty annoyances.
If people give him such annoyances or betray him, he forgets or disdains it. He
has more gaiety than others, because he is constantly in a position to make
epigrams on them. He has the truth, and laughs at the false steps that people
take who are groping around in false ideas. He is a man who, from a place that
is lit, sees the ridiculous gestures that people are making who are walking in
a dark room at their own peril. With laughter, he breaks the false weights and
measures that people apply to men and things.
L'honnête homme, détrompé de toutes les
illusions, est l'homme par excellence. Pour peu qu'il ait d'esprit, sa société
est très aimable. Il ne saurait être pédant, ne mettant d'importance à rien. Il
est indulgent, parce qu'il se souvient qu'il a eu des illusions, comme ceux qui
en sont encore occupés. C'est un effet de son insouciance d'être sûr dans le
commerce, de ne se permettre ni redites, ni tracasseries. Si on se les permet à
son égard, il les oublie ou les dédaigne. Il doit être plus gai qu'un autre,
parce qu'il est constamment en état d'épigramme contre son prochain. Il est
dans le vrai, et rit des faux pas de ceux qui marchent à tâtons dans le faux.
C'est un homme qui, d'un endroit éclairé, voit dans une chambre obscure les
gestes ridicules de ceux qui s'y promènent au hasard. Il brise en riant les
faux poids et les fausses mesures qu'on applique aux hommes et aux choses.
Montag, 20. Oktober 2014
Donnerstag, 2. Oktober 2014
Man
kann ein Weib doch immer wieder und wieder betrachten und an ihr Studien
machen. Mag das einer nicht, und hat daran keine Freude, der kann alles sein,
nur kein wirklicher Ästhetiker. Das Herrliche, das Göttliche in der Ästhetik
ist gerade, dass sie in einem Verhältnis zum Schönen steht. Ich denke mit
wahrer Freude, wie sich doch die Sonne der Weiblichkeit in unendlich vielen
Strahlen bricht. Ein verwirrender Reichtum von Weiblichkeit, von dem jedes
einzelne Weib einen kleinen Teil hat, doch so, dass ihr übriges sich harmonisch
um diesen Teil schliesst. In dieser Hinsicht ist die weibliche Schönheit bis in
das Unendliche teilbar.
Doch jeder einzelne
Teil der Schönheit muss harmonisch beherrscht sein, sonst wird der Eindruck
verwirrt und man kommt auf den Gedanken, als habe die Natur mit diesem Mädchen
etwas vorgehabt, was aber nur Vorsatz geblieben ist. Mein Auge wird nie müde,
die vielen zerstreuten Emanationen weiblicher Schönheit zu betrachten. Jedes
junge Mädchen ist eine solche, und trotzdem sie nur ein Teil davon ist, doch in
sich selbst vollendet glücklich, fröhlich, schön. Jeder einzelne Strahl ist von
besonderer Schönheit, jeder hat das Seine; munteres Lächeln, schelmischer
Blick, fragende Augen, ausgelassener leichter Sinn, hängender Kopf, stille Wehmut,
tiefes Ahnen, irdisches Heimweh, drohende Brauen, fragende Lippen,
geheimnisvolle Stirn, verführerische Locken, himmlischer Stolz, irdische
Schüchternheit, Engelreinheit, leises Erröten, leichter Gang, reizendes
Schweben, schmachtende Haltung, träumerisches Sehnen, unerklärliches Seufzen,
schlanker Wuchs, weiche Formen, wogender Busen, kleiner Fuss, reizende Hand.
Das
Seine hat jeder Schönheitsstrahl. Habe ich angeschaut, und immer wieder
angeschaut, habe ich gelächelt, geseufzt, geschmeichelt und gedroht, begehrt
und versucht, gelacht und geweint, habe ich gehofft und gefürchtet, gewonnen
und verloren, – dann schliesst sich das einzelne zu einem harmonischen Ganzen
und meine Seele freut sich, mein Herz pocht, und die Leidenschaft durchglüht
meine Brust. Und dieses Mädchen, dieses eine, die einzige in der ganzen Welt,
sie muss mein sein, mein werden. Gott behalte deinen Himmel, wie sie nur mir
gehört.
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