Donnerstag, 1. Oktober 2026

Sonntag, 27. September 2026

 

Sieht man, wie die französische Akademie zusammengesetzt ist, so möchte man glauben, Ihr Wahlspruch sei der Vers von Lukrez: Certare ingenio, contendere nobilitate.    

 

A voir la composition de l'Académie française, on croirait qu'elle a pris pour devise ce vers de Lucrèce: Certare ingenio, contendere nobilitate.    

Sonntag, 20. September 2026

 

After seeing the people who make up the Académie française, a person would think that it took this verse of Lucretius for its motto:  Certare ingenio, contendere nobilitate.

 

Ce qui fait le succès de quantité d'ouvrages est le rapport qui se trouve entre la médiocrité des idées de l'auteur et la médiocrité des idées du public.    

Montag, 7. September 2026


 

 

Der Erfolg vieler Werke erklärt sich aus der Beziehung, die zwischen der Mittelmäßigkeit der Ideen des Autors und der Mittelmäßigkeit der Ideen des Publikums besteht.

 

 

What makes many works successful is the similarity between the mediocrity of the authors ideas and the mediocrity of the publics. 

Montag, 31. August 2026

 

Mein Unglück

Dies ist mein Unglück: neben mir schreitet immer ein Würgengel; und es ist nicht die Tür der Auserwählten, die ich mit Blut besprenge zum Zeichen, dass er vorübergehen müsse; nein, es ist die Tür derer, bei denen er eben eintritt. Denn erst die Liebe der Erinnerung ist es, welche beglückt.

Samstag, 29. August 2026

 

Niemals fröhlich

Niemals bin ich fröhlich gewesen; und doch hat es immer so ausgesehen, als wäre in meinem Gefolge die Freude, als tanzten rings um mich her die leichten Genien der Freude, für andre immerhin unsichtbar, nicht aber für mich, dessen Augen ja vor Freude glänzten. Wenn ich alsdann so glücklich und heiter wie ein Gott den Leuten vorbeigehe, und sie mein Glück mir mißgönnen, so lache ich; denn ich verachte die Menschen, und ich räche mich. Nie habe ich gewünscht, einem Menschen unrecht zu tun, aber immer den Anschein hervorgerufen, dass jeder in meine Nähe kommende Mensch gekränkt und beleidigt wurde. Höre ich dann, wie andre ob ihrer Treue, ihrer Rechtschaffenheit gerühmt werden, dann lache ich; denn ich verachte die Menschen und ich räche mich. Mein Gemüt ist nie gegen irgend einen Menschen verhärtet gewesen; aber jedesmal, gerade wenn ich innerlich recht ergriffen war, habe ich den Anschein gehabt, dass mein Gemüt jedem Gefühle verschlossen und fremd sei. Wenn ich dann andre ihres guten Herzens wegen preisen höre, wenn ich sehe, wie sie um ihres tiefen und reichen Gefühls willen geliebt werden, so lache ich: denn ich Verachte die Menschen und räche mich. Wenn ich sehe, wie ich selbst meiner Kälte und Herzlosigkeit wegen verwünscht, verabscheut, gehaßt werde, so lache ich; alsdann wird mein Zorn gesättigt. Wenn nämlich die guten Leute mich dahin brächten, wirklich unrecht zu haben, wirklich ein Unrecht zu begehen, ja, dann hätte ich verloren.