Mittwoch, 23. Oktober 2013
Samstag, 12. Oktober 2013
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Viel weniger irrt, wer mit zu finsterm Blicke diese Welt als
eine Art Hölle ansieht und demnach nur darauf bedacht ist, sich in derselben
eine feuerfeste Stube zu verschaffen. Der Tor läuft den Genüssen des Lebens
nach und sieht sich betrogen: der Weise vermeidet die Übel. Sollte ihm jedoch
auch dieses mißglücken; so ist es dann die Schuld des Geschicks, nicht die
seiner Torheit. So weit es ihm aber glückt, ist er nicht betrogen: denn die
Übel, denen er aus dem Wege ging, sind höchst real. Selbst wenn er etwa ihnen
zu weit aus dem Wege gegangen sein sollte und Genüsse unnötigerweise geopfert
hätte; so ist eigentlich doch nichts verloren: denn alle Genüsse sind
chimärisch, und über die Versäumnis derselben zu trauern wäre kleinlich, ja
lächerlich.
Das Verkennen dieser Wahrheit, durch den
Optimismus begünstigt, ist die Quelle vielen Unglücks. Während wir nämlich von
Leiden frei sind, spiegeln unruhige Wünsche uns die Chimären eines Glückes vor,
das gar nicht existiert, und verleiten uns sie zu verfolgen: dadurch bringen
wir den Schmerz, der unleugbar real ist, auf uns herab. Dann jammern wir über
den verlorenen schmerzlosen Zustand, der wie ein verscherztes Paradies hinter
uns liegt, und wünschen vergeblich, das Geschehene ungeschehen machen zu können.
So scheint es, als ob ein böser Dämon uns aus dem schmerzlosen Zustande, der
das höchste wirkliche Glück ist, stets herauslockte durch die Gaukelbilder der
Wünsche.
Unbesehens glaubt der Jüngling, die Welt sei da,
um genossen zu werden; sie sei der Wohnsitz eines positiven Glückes, welches
nur die verfehlen, denen es an Geschick gebricht, sich seiner zu bemeistern.
Hierin bestärken ihn Romane und Gedichte, wie auch die Gleißnerei, welche die
Welt durchgängig und überall mit dem äußeren Scheine treibt und auf die ich
bald zurückkommen werde. Von nun an ist sein Leben eine mit mehr oder weniger
Überlegung angestellte Jagd nach dem positiven Glück, welches, als solches, aus
positiven Genüssen bestehen soll.
Die Gefahren, denen man sich dabei aussetzt,
müssen in die Schanze geschlagen werden. Da führt denn diese Jagd nach einem
Wilde, welches gar nicht existiert, in der Regel zu sehr realem, positivem
Unglück. Dies stellt sich ein als Schmerz, Leiden, Krankheit, Verlust, Sorge,
Armut, Schande und tausend Nöte. Die Enttäuschung kommt zu spät.
Freitag, 4. Oktober 2013
Je leur rens la
conqueste de ma maison lasche et traistresse. Elle n’est close à personne qui y
heurte. Il n’y a pour toute provision qu’un portier d’ancien usage et
ceremonie, qui ne sert pas tant à defendre ma porte qu’à l’offrir plus
decemment et gratieusement. Je n’ay ny garde ny sentinelle que celle que les
astres font pour moi. Un gentilhomme a tort de faire montre d’estre en
deffense, s’il ne l’est parfaictement. Qui est ouvert d’un costé, l’est par
tout. Noz peres ne pansarent pas à bastir des places frontieres.
Les moyens
d’assaillir, je dy sans baterie et sans armée, et de surprendre nos maisons,
croissent tous les jours audessus des moyens de se garder. Les esprits
s’aiguisent generalement de ce costé là. L’invasion touche tous. La defense
non, que les riches. La mienne estoit forte selon le temps qu’elle fut faicte.
Je n’y ay rien adjouté de ce costé là, et creindroy que sa force se tournast
contre moy-mesme ; joint qu’un temps paisible requerra qu’on les desfortifie.
Il est dangereux de ne les pouvoir regaigner. Et est difficile de s’en
asseurer. Car en matiere de guerres intestines, vostre valet peut estre du party
que vous craignez.
Et où la religion
sert de pretexte, les parentez mesmes deviennent infiables, avec couverture de
justice. Les finances publiques n’entretiendront pas noz garnisons domestiques
: elles s’y espuiseroient. Nous n’avons pas dequoy le faire sans nostre ruine,
ou, plus incommodement et injurieusement, sans celle du peuple. L’estat de ma
perte ne seroit de guere pire. Au demeurant, vous y perdez vous ? vos amis
mesme s’amusent, plus qu’à vous plaindre, à accuser vostre invigilance et
improvidence, et l’ignorance ou nonchalance aux offices de vostre profession.
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