Samstag, 29. Februar 2020


Rätselhaft
Rätselhaft muß man nicht allein andern sein, sondern auch sich selbst. Ich studiere mich selbst; bin ich dessen müde, so rauche ich zum Zeitvertreib eine Zigarre und denke: Gott der Herr weiß, was er eigentlich mit mir gemeint hat, oder was er aus mir machen will.


Wozu ich tauge
Wozu ich tauge? Zu gar nichts, oder zu allem Möglichen. Das ist ein ungewöhnliches Geschick. Aber wird man's im Leben zu schätzen wissen? Gott weiß, ob die Mädchen einen Platz finden, welche eine Kondition suchen, sei's als allein dienende, oder im Notfall als «Mädchen für alles.»

Montag, 24. Februar 2020


Gute Nacht
Wenn ich morgens aufstehe, gehe ich sogleich wieder zu Bette. Ich befinde mich am besten des Abends, in dem Augenblicke, wenn ich das Licht ausblase, die Decke mir über den Kopf ziehe. Noch einmal richte ich mich empor, sehe mich mit einer unbeschreiblichen Zufriedenheit im Zimmer um, und so, gute Nacht, unter die Decke!

Donnerstag, 13. Februar 2020


Die Zeit
«Die Zeit geht dahin»; «das Leben ist ein Strom» etc. So sprechen die Leute. Ich kann's nicht merken: die Zeit steht stille, und ich mit ihr. Alle die Pläne, die ich entwerfe, springen gerade so auf mich selbst zurück. Will ich ausspeien, so speie ich mir selbst ins Gesicht.


Bitterer Trank
Das Leben ist mir ein bitterer Trank geworden, und dennoch muß ich ihn einnehmen wie verordnete Tropfen, langsam, zählend.