Donnerstag, 1. Oktober 2026

Sonntag, 27. September 2026

 

Sieht man, wie die französische Akademie zusammengesetzt ist, so möchte man glauben, Ihr Wahlspruch sei der Vers von Lukrez: Certare ingenio, contendere nobilitate.    

 

A voir la composition de l'Académie française, on croirait qu'elle a pris pour devise ce vers de Lucrèce: Certare ingenio, contendere nobilitate.    

Sonntag, 20. September 2026

 

After seeing the people who make up the Académie française, a person would think that it took this verse of Lucretius for its motto:  Certare ingenio, contendere nobilitate.

 

Ce qui fait le succès de quantité d'ouvrages est le rapport qui se trouve entre la médiocrité des idées de l'auteur et la médiocrité des idées du public.    

Montag, 7. September 2026


 

 

Der Erfolg vieler Werke erklärt sich aus der Beziehung, die zwischen der Mittelmäßigkeit der Ideen des Autors und der Mittelmäßigkeit der Ideen des Publikums besteht.

 

 

What makes many works successful is the similarity between the mediocrity of the authors ideas and the mediocrity of the publics. 

Montag, 31. August 2026

 

Mein Unglück

Dies ist mein Unglück: neben mir schreitet immer ein Würgengel; und es ist nicht die Tür der Auserwählten, die ich mit Blut besprenge zum Zeichen, dass er vorübergehen müsse; nein, es ist die Tür derer, bei denen er eben eintritt. Denn erst die Liebe der Erinnerung ist es, welche beglückt.

Samstag, 29. August 2026

 

Niemals fröhlich

Niemals bin ich fröhlich gewesen; und doch hat es immer so ausgesehen, als wäre in meinem Gefolge die Freude, als tanzten rings um mich her die leichten Genien der Freude, für andre immerhin unsichtbar, nicht aber für mich, dessen Augen ja vor Freude glänzten. Wenn ich alsdann so glücklich und heiter wie ein Gott den Leuten vorbeigehe, und sie mein Glück mir mißgönnen, so lache ich; denn ich verachte die Menschen, und ich räche mich. Nie habe ich gewünscht, einem Menschen unrecht zu tun, aber immer den Anschein hervorgerufen, dass jeder in meine Nähe kommende Mensch gekränkt und beleidigt wurde. Höre ich dann, wie andre ob ihrer Treue, ihrer Rechtschaffenheit gerühmt werden, dann lache ich; denn ich verachte die Menschen und ich räche mich. Mein Gemüt ist nie gegen irgend einen Menschen verhärtet gewesen; aber jedesmal, gerade wenn ich innerlich recht ergriffen war, habe ich den Anschein gehabt, dass mein Gemüt jedem Gefühle verschlossen und fremd sei. Wenn ich dann andre ihres guten Herzens wegen preisen höre, wenn ich sehe, wie sie um ihres tiefen und reichen Gefühls willen geliebt werden, so lache ich: denn ich Verachte die Menschen und räche mich. Wenn ich sehe, wie ich selbst meiner Kälte und Herzlosigkeit wegen verwünscht, verabscheut, gehaßt werde, so lache ich; alsdann wird mein Zorn gesättigt. Wenn nämlich die guten Leute mich dahin brächten, wirklich unrecht zu haben, wirklich ein Unrecht zu begehen, ja, dann hätte ich verloren.

Mittwoch, 26. August 2026

Donnerstag, 20. August 2026

 

Johannes!

Es war ein reicher Mann, der hatte sehr viele Schafe und Rinder; und es war ein armes kleines Mädchen, die hatte nichts denn ein einiges kleines Schäflein; es aß von ihrem Bissen und trank von ihrem Becher. Du warst der reiche Mann, reich an allen Schätzen und Ehren der Welt; ich war die Arme und hatte nichts als meine Liebe. Du nahmst sie, Du freutest Dich ihrer; da winkte Dir die Luft, und Du opfertest das Wenige, das ich hatte; von Deinem Eignen konntest Du nichts opfern. Es war ein reicher Mann, der hatte sehr viele; Schafe und Rinder; es war ein armes kleines Mädchen, die hatte nichts als ihre Liebe.

Deine Kordelia.

 

Johannes!

Ist die Hoffnung denn so gar aus? Wird Deine Liebe niemals wiedererwachen? Denn daß Du mich geliebt hast, das weiß ich, wenn ich auch nicht weiß, woher ich diese Gewißheit habe. Ich will warten, ob mir die Zeit auch lang wird, ich will warten, warten, bis Du andre nicht mehr lieben magst. Dann wird Deine Liebe zu mir wieder aus dem Grabe erstehen, dann will ich Dich lieben wie immer, Dir danken wie immer, wie einst, o Johannes, wie einst! Johannes! Diese herzlose Kälte gegen mich – ist sie Dein wahres Wesen? war Deine Liebe, Dein reiches Herz – eine innere Lüge? Bist Du nun wieder Du selber? Hab Geduld mit meiner Liebe, vergib mir, daß ich nicht aufhören kann, Dich zu lieben; ich weiß es, meine Liebe ist Dir eine Last; aber es kommt doch die Zeit, da Du zu Deiner Kordelia zurückkehrst. Deine Kordelia! hörst Du es – das flehentliche Wort –: Deine Kordelia, Deine Kordelia?

Deine Kordelia.

 

Man sieht es, Kordelia war nicht ohne Modulation, wenn ihre Stimme auch nicht den Umfang hatte, den Johannes so bewunderte. Sie kann nicht alles so klar und deutlich darstellen, aber ihre Stimmung spricht sich in jedem ihrer Briefe aus. Das ist besonders bei dem zweiten Brief der Fall; man ahnt in demselben freilich mehr, was sie eigentlich will, aber diese Unvollkommenheit macht ihn für mich so rührend.

Montag, 17. August 2026

Dienstag, 11. August 2026

 

Vorsicht, meine schöne Unbekannte! Vorsicht; aus einem Wagen heraustreten ist nicht so leicht, ja es kann ein entscheidender Schritt sein. Die Wagentritte sind ja so verkehrt eingerichtet, daß man alle seine Grazie fahren lassen muß, wenn man glücklich herauskommen will; die einzige Rettung ist oft ein verzweifelter Sprung in die Arme des Kutschers und des Dieners. Ja, der Kutscher und der Diener – die haben es gut. Ich glaube wirklich, ich will in einem Hause, in dem junge Mädchen sind, einen Platz als Diener suchen. Ein Diener wird leicht in die Geheimnisse eines kleinen Fräuleins eingeweiht. – Aber springen Sie doch um Gotteswillen nicht heraus, ich bitte Sie; es ist ja dunkel; ich will Sie nicht stören, ich bleibe dort unter der Straßenlaterne stehen, dann können Sie mich unmöglich sehen, und man wird doch nur dann verlegen, wenn man weiß, daß man gesehen wird – also steigen Sie aus!

 

Lassen Sie den reizenden kleinen Fuß, den ich bereits bewundert habe, sich in der Welt versuchen! Nur Mut! Verlassen Sie sich auf ihn, er wird schon festen Grund finden, und erfaßt Sie für einen Augenblick ein Grauen, weil es Ihnen ist, als suchten Sie ihn vergebens, ja, ist Ihnen noch bange, nachdem Sie ihn gefunden? o, ziehen Sie nur rasch den andern Fuß nach – wer könnte so grausam sein, Sie in dieser gefährlichen Situation schweben zu lassen, wer wäre so alles Schönheitssinnes dar, daß er für die Offenbarung des Schönen kein Auge hätte? Oder fürchten Sie sich noch vor einem Unberufenen – doch nicht vor Ihrem Diener, auch nicht vor mir –, ich habe Ihren kleinen Fuß ja schon gesehen und habe, da ich Naturforscher bin, von Cuvier gelernt, daraus sichere Schlüsse zu ziehen. Also schnell! Wie diese Angst Ihre Schönheit hebt. Aber nein, die Angst an und für sich selber ist nicht schön, sie ist's nur, wenn man im selben Augenblick die Energie bemerkt, die sie überwindet. Ah, nun endlich! Sieh, wie fest steht der kleine Fuß! – –

 

Kein Mensch hat es gesehen. Nur eine dunkle Gestalt geht in dem Augenblick an Ihnen vorüber, da Sie in die Thür des Hauses treten. Sie erröten? Erbittert, mit stolzer Verachtung sehen Sie sich um? ein flehentlicher Blick, eine Thräne in Ihren Augen? beides ist gleich schön, und beides nehme ich mit gleichem Recht an. Aber wie boshaft bin ich – welche Nummer hat das Haus? und was sehe ich? es ist ein Galanteriewaren-Geschäft. Meine schöne Unbekannte, vielleicht ist's empörend, aber ich folge Ihnen ... Sie hat es vergessen, ach ja; wenn man siebenzehn Sommer zählt, in dem Alter Einkäufe macht und alles, was man in die Hand nimmt, mit unbeschreiblicher Freude ansieht, ja dann vergißt man leicht.

Montag, 27. Juli 2026

Montag, 20. Juli 2026

 

Si on juge de l’amour par la plupart de ses effets, il ressemble plus à la haine qu’à l’amitié.

 

If we judge of love by the majority of its results it rather resembles hatred than friendship.

Beurteilt man die Liebe nach den meisten ihrer Wirkungen, so hat sie mir vom Hass an sich als von der Freundschaft.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Donnerstag, 2. Juli 2026

 

Il n'y a guère de gens qui ne soient honteux de s'être aimés, quand ils ne s'aiment plus.

There are few people who would not be ashamed of being beloved when they love no longer.

 

Es gibt kaum Menschen, die sich nicht schämen, einander geliebt zu haben, wenn sie sich nicht mehr lieben.

Montag, 29. Juni 2026

Sonntag, 21. Juni 2026

 

Il y a du mal'heur d'en estre là que la meilleure touche de la verité ce soit la multitude des croians, en une presse où les fols surpassent de tant les sages en nombre.

 

It is not without some ill fortune, to come to that passe, that the multitude of believers, in a throng where fooles doe in number so farre exceede the wise, should be the best touch-stone of truth.

 

Es ist ein Unglück, daß es dahin gediehen ist, daß wir die Menge der Gläubigen und den großen Haufen, worunter die Narren den Weisen in so großer Zahl überlegen sind, für den besten Prüfstein der Wahrheit halten.

Mittwoch, 10. Juni 2026

Mittwoch, 3. Juni 2026

 

Quasi vero quidquam sit tam valde quam nil sapere vulgare. Sanitatis patrocinium est, insanientium turba.

 

 

Was ist denn wirklich so verbreitet wie gar nichts zu wissen? Die Masse der Wahnsinnigen gilt als Schutzschild der eigenen Unversehrtheit. - Der Haufe der Toren ist die Gewähr der Vernunft.

 

As though any thing were so common as to have no wit. The multitude of them that are mad, is a defence for them that are in their wits.

Sonntag, 31. Mai 2026

Donnerstag, 28. Mai 2026

 

La neutralité entre des femmes qui nous sont également amies, quoiqu'elles aient rompu pour des intérêts où nous n'avons nulle part, est un point difficile: il faut choisir souvent entre elles, ou les perdre toutes deux.

 

Neutral zwischen Frauen zu bleiben, die uns gleichermaßen nahestehen, auch wenn sie sich wegen Angelegenheiten zerstritten haben, die uns nichts angehen, ist eine schwierige Sache: Oft muss man sich zwischen ihnen entscheiden oder beide verlieren.

 

Being neutral between two women who are equally our friends, though they have broken with each other over interests that have nothing to do with us, is a difficult point: often one must choose between them, or lose the friendship of both.

Mittwoch, 20. Mai 2026

 

Warum sollte man den Männern die Schuld dafür geben, dass die Frauen nicht gebildet sind? Durch welche Gesetze, durch welche Verordnungen, durch welche Erlasse wurde ihnen verboten, die Augen zu öffnen und zu lesen, das Gelesene zu behalten und darüber Rechenschaft abzulegen, sei es in ihren Gesprächen oder in ihren Werken? Haben sie sich nicht vielmehr selbst in dieser Gewohnheit, nichts zu wissen, festgesetzt, sei es durch die Schwäche ihrer Konstitution, sei es durch die Trägheit ihres Geistes, sei es durch die Sorge um ihre Schönheit, sei es durch eine gewisse Leichtfertigkeit, die sie daran hindert, einem langen Studium nachzugehen, oder durch das Talent und Genie, das sie nur für handwerkliche Arbeiten besitzen, oder durch die Ablenkungen, die die Belange eines Hausangestellten mit sich bringen, oder durch eine natürliche Abneigung gegen mühsame und ernste Dinge, oder durch eine Neugier, die sich gänzlich von der unterscheidet, die den Geist befriedigt, oder durch einen ganz anderen Geschmack als den, ihr Gedächtnis zu trainieren? Doch welchem Grund auch immer die Männer diese Unwissenheit der Frauen zuschreiben mögen, sie sind froh, dass die Frauen, die sie im übrigen in so vielen Bereichen übertreffen, diesen Vorteil weniger über sie haben.

Man betrachtet eine gelehrte Frau wie eine schöne Waffe: Sie ist kunstvoll ziseliert, von bewundernswertem Glanz und von sehr raffinierter Arbeit; sie ist ein Ausstellungsstück, das man Neugierigen zeigt, das nicht zum Gebrauch bestimmt ist, das weder im Krieg noch auf der Jagd dient, ebenso wenig wie ein Dressurpferd, auch wenn es das am besten ausgebildete der Welt ist.

Wenn Wissenschaft und Weisheit in ein und derselben Person vereint sind, frage ich nicht mehr nach dem Geschlecht, sondern bewundere; und wenn ihr mir sagt, dass eine weise Frau kaum daran denkt, gelehrt zu sein, oder dass eine gelehrte Frau kaum weise ist, habt ihr bereits vergessen, was ihr gerade gelesen habt, nämlich dass Frauen nur durch bestimmte Fehler von den Wissenschaften abgehalten werden: Schlussfolgert also selbst, dass sie umso weiser wären, je weniger sie diese Mängel hätten, und dass somit eine weise Frau umso besser geeignet wäre, Gelehrte zu werden, oder dass eine Gelehrte, die nur deshalb solche ist, weil sie viele Mängel überwinden konnte, umso weiser ist.


 

Dienstag, 12. Mai 2026

 

Pourquoi s'en prendre aux hommes de ce que les femmes ne sont pas savante? Par quelles lois, par quels édits, par quels rescrits leur a-t-on défendu d'ouvrir les yeux et de lire, de retenir ce qu'elles ont lu, et d'en rendre compte ou dans leur conversation ou par leurs ouvrages? Ne se sont-elles pas au contraire établie elles-même dans cet usage de ne rien savoir, ou par la faiblesse de leur complexion, ou par la paresse de leur esprit, ou par le soin de leur beauté, ou par une certaine légèreté qui les empêche de suivre une longue étude, ou par le talent et le génie qu'elles ont seulement pour les ouvrages de la main, ou par les distractions que donnent les détails d'un domestique, ou par un éloignement naturel des choses pénibles et sérieuses, ou par une curiosité toute différente de celle qui contente l'esprit, ou par un tout autre goût que celui d'exercer leur mémoire? Mais à quelque cause que les hommes puissent devoir cette ignorance des femmes, ils sont heureux que les femmes, qui les dominent d'ailleurs par tant d'endroits, aient sur eux cet avantage de moins.

 On regarde une femme savante comme on fait une belle arme: elle est ciselée artistement, d'une polissure admirable et d'un travail fort recherché; c'est une pièce de cabinet, que l'on montre aux curieux, qui n'est pas d'usage, qui ne sert ni à la guerre ni à la chasse, non plus qu'un cheval de manège, quoique le mieux instruit du monde.

 Si la science et la sagesse se trouvent unies en un même sujet, je ne m'informe plus du sexe, j'admire; et si vous me dites qu'une femme sage ne songe guère à être savante, ou qu'une femme savante n'est guère sage, vous avec déjà oublié ce que vous venez de lire, que les femmes ne sont détournées des sciences que par de certains défauts: concluez donc vous-même que moins elles auraient de ces défauts, plus elles seraient sages, et qu'ainsi une femme sage n'en serait que plus propre à devenir savante, ou qu'une femme savante, n'étant telle que parce qu'elle aurait pu vaincre beaucoup de défauts, n'en est que plus sage.

 

Why attribute it to men that women are not learned? By what laws, what edicts, what regulations have they forbidden them from opening their eyes and reading, from retaining what they have read, and from giving an account of it in their conversation or in their works? Have they not rather established this custom themselves of not being knowledgeable, either because of the weakness of their constitution, or the indolence of their esprit, or the care of their beauty, or a certain flightiness that prevents them from following a long study through, or a talent and genius only for handiwork, or the distractions that come from domestic avocations, or a natural estrangement from difficult and serious things, or a curiosity very distinct from what satisfies esprit, or a completely different taste than for exercising their memory? But whatever cause men may give for the ignorance of women, they are fortunate that women, who rule them in so many other things, don't have this advantage over them at least.

 We regard a learned woman in the same way people regard a beautiful piece of armor: it is artistically chiselled, has an admirable polish, and shows exquisite workmanship; it is kept in the cabinet as part of a collection, which one shows to people who are curious, which is not used, which is not taken when going to war nor when hunting, no more than a horse immediately out of riding-school, though the best instructed in the world.

 If knowledge and wisdom are united in a single person, I do not ask about his or her sex, I admire; and if you tell me that a wise woman doesn't think of becoming learned, or that a learned woman is hardly wise, you have already forgotten what you have just read, that women are only discouraged from knowledge by certain faults: therefore, conclude that the less they have these faults, the wiser they would be, and that a wise woman would only be more fit for becoming learned, or that a learned woman, only being such because she has been able to conquer very many weaknesses, is only wiser for it.

Dienstag, 5. Mai 2026

 

Un comique outre sur la scène ses personnages; un poète charge ses déscriptions; un peintre qui fait d'après nature force et exagère une passion, un contraste, des attitudes; et celui qui copie, s'il ne mesure au compas les grandeurs et les proportions, grossit ses figures, donne à toutes les pièces qui entrent dans l'ordonnance de son tableau plus de volume que n'en ont celles de l'original: de même la pruderie est une imitation de sagesse.

 Il y a une fausse modestie qui est vanité, une fausse gloire qui est légèreté, une fausse grandeur qui est petitesse, une fausse vertu qui est hypocrisie, une fausse sagesse qui est pruderie.

 Une femme prude paye de maintien et de parole; une femme sage paye de conduite. Celle-là suit son humeur et sa complexion, celle-ci sa raison et son coeur. L'une est sérieuse et austère; l'autre est dans les diverses rencontres précisément ce qu'il faut qu'elle soit. La première cache des faibles sous de plausibles dehors; la seconde couvre un riche fonds sous un air libre et naturel. La pruderie contraint l'esprit, ne cache ni l'âge ni la laideur; souvent elle les suppose: la sagesse au contraire pallie les défauts du corps, ennoblit l'esprit, ne rend la jeunesse que plus piquante et la beauté que plus périlleuse.

 

An actor overdoes his part when on stage; a poet amplifies his descriptions; a painter who draws from life constrains and exaggerates passions, contrasts, and attitudes; and someone who copies his painting, unless he uses a compass to measure the dimensions and proportions, makes the figures bigger and gives to every part of the tableau more volume than the original had: it is in the same way that prudery imitates wisdom.

 There is a false modesty which is vanity, a false glory which is thoughtlessness, a false grandeur which is pettiness, a false virtue which is hypocrisy, and a false wisdom which is prudery.

 A prude woman is concerned with her bearing and her words; a wise woman is concerned with her conduct. The first follows her humor and complexion, the second her reason and her heart. The former is serious and austere; the latter acts precisely as is necessary in different situations. The first hides her weaknesses under a plausible exterior; the second covers a rich store of virtue with a free and natural air. Prudery constrains esprit, and neither hides age nor ugliness; often it presupposes them: wisdom, on the contrary, palliates imperfections of the body, ennobles esprit, and makes youth only more piquant and beauty only more perilous.

Mittwoch, 29. April 2026

Mittwoch, 22. April 2026

 

Das Leben besteht in der Bewegung, sagte Aristoteles, mit offenbarem Recht: und wie demnach unser physisches Leben nur in und durch eine unaufhörliche Bewegung besteht, so verlangt auch unser inneres, geistiges Leben fortwährend Beschäftigung, Beschäftigung mit irgend etwas, durch Tun oder Denken; einen Beweis hiervon gibt schon das Trommeln mit den Händen oder irgendeinem Gerät; zu welchem unbeschäftigte und gedankenlose Menschen sogleich greifen. Unser Dasein nämlich ist ein wesentlich restloses: daher wird die gänzliche Untätigkeit uns bald unerträglich, indem sie die entsetzlichste Langeweile herbeiführt. Diesen Trieb nun soll man regeln, um ihn methodisch und dadurch besser zu befriedigen. Daher also ist Tätigkeit, etwas treiben, wo möglich etwas machen, wenigstens aber etwas lernen – zum Glück des Menschen unerläßlich: seine Kräfte verlangen nach ihrem Gebrauch und er möchte den Erfolg desselben irgendwie wahrnehmen.

 

Die größte Befriedigung jedoch, in dieser Hinsicht, gewährt es etwas zu machen, zu verfertigen, sei es ein Korb, sei es ein Buch, aber daß man ein Werk unter seinen Händen täglich wachsen und endlich seine Vollendung erreichen sehe, beglückt unmittelbar. Dies leistet ein Kunstwerk, eine Schrift, ja selbst eine bloße Handarbeit; freilich, je edlerer Art das Werk, desto höher der Genuß. Am glücklichsten sind, in diesem Betracht, die Hochbegabten, welche sich der Fähigkeit zur Hervorbringung bedeutsamer, großer und zusammenhängender Werke bewußt sind. Denn dadurch verbreitet ein Interesse höherer Art sich über ihr ganzes Dasein und erteilt ihm eine Würtze, welche dem der übrigen abgeht, welches demnach, mit jenem verglichen, gar schal ist. Für sie nämlich hat das Leben und die Welt, neben dem allen gemeinsamen, materiellen, noch ein zweites und höheres, ein formelles Interesse, indem es den Stoff zu ihren Werken enthält mit dessen Einsammlung sie, ihr Leben hindurch, emsig beschäftigt sind, sobald nur die persönliche Not sie irgend atmen läßt. Auch ist ihr Intellekt gewissermaßen ein doppelter: teils einer für die gewöhnlichen Beziehungen (Angelegenheiten des Willens), gleich dem aller andern: teils einer für die rein objektive Auffassung der Dinge. So leben sie zweifach, sind Zuschauer und Schauspieler zugleich, während die übrigen letzteres allein sind. –

 

Inzwischen treibe jeder etwas, nach Maßgabe seiner Fähigkeiten. Denn wie nachteilig der Mangel an planmäßiger Tätigkeit, an irgend einer Arbeit, auf uns, wirke, merkt man auf langen Vergnügungsreisen, als wo man, dann und wann, sich recht unglücklich fühlt; weil man, ohne eigentliche Beschäftigung, gleichsam aus seinem natürlichen Elemente gerissen ist. Sich zu mühen und mit dem Widerstände zu kämpfen ist dem Menschen Bedürfnis, wie dem Maulwurf das Graben. Der Stillstand, den die Allgenugsamkeit eines bleibenden Genusses herbeiführte, wäre ihm unerträglich. Hindernisse überwinden ist der Vollgenuß seines Daseins; sie mögen materieller Art sein, wie beim Handeln und Treiben oder geistiger Art, wie beim Lernen und Forschen: der Kampf mit ihnen und der Sieg beglückt. Fehlt ihm die Gelegenheit dazu, so macht er sie sich, wie er kann; je nachdem seine Individualität es mit sich bringt, wird er jagen oder Bilboquet spielen, oder, vom unbewußten Zuge seiner Natur geleitet, Händel suchen, oder Intriguen anspinnen, oder sich auf Betrügereien und allerlei Schlechtigkeiten einlassen, um nur dem ihm unerträglichen Zustande der Ruhe ein Ende zu machen. Schwer ist es, in der Muse ruhig zu leben.

 

Beim Anblick dessen, was wir nicht besitzen, steigt gar leicht in uns der Gedanke auf: »wie, wenn das mein wäre?« – und er macht uns die Entbehrung fühlbar. Statt dessen sollten wir öfter fragen: »wie, wenn das nicht mein wäre?« ich meine, wir sollten das, was wir besitzen, bisweilen so anzusehen uns bemühen, wie es uns vorschweben würde, nachdem wir es verloren hätten; und zwar jedes, was es auch sei: Eigentum, Gesundheit, Freude, Geliebte, Weib, Kind, Pferd und Hund: denn meistens belehrt erst der Verlust uns über den Wert der Dinge. Hingegen infolge der anempfohlenen Betrachtungsweise derselben wird erstlich ihr Besitz uns unmittelbar mehr, als zuvor, beglücken, und zweitens werden wir auf alle Weise dem Verlust vorbeugen, also das Eigentum nicht in Gefahr bringen, die Freunde nicht erzürnen, die Treue des Weibes nicht der Versuchung aussetzen, die Gesundheit der Kinder bewachen usw. Oft suchen wir das Trübe der Gegenwart aufzuhellen durch Spekulation auf günstige Möglichkeiten und ersinnen vielerlei chimärische Hoffnungen, von denen jede mit einer Enttäuschung schwanger ist, die nicht ausbleibt, wenn jene an der harten Wirklichkeit zerschellt. Besser wäre es, die vielen schlimmen Möglichkeiten zum Gegenstand unserer Spekulation zu machen, als welches teils Vorkehrungen zu ihrer Abwehr, teils angenehme Überraschungen, wenn sie sich nicht verwirklichen, veranlassen würde. Sind wir doch nach etwas ausgestandener Angst, stets merklich heiter. Ja, es ist sogar gut, große Unglücksfälle, die uns möglicherweise treffen könnten, uns bisweilen zu vergegenwärtigen; um nämlich die uns nachher wirklich treffenden viel kleineren leichter zu ertragen, indem wir dann durch den Rückblick auf jene großen, nicht eingetroffenen, uns trösten. Über diese Regel ist jedoch die ihr vorhergegangene nicht zu vernachlässigen.

Montag, 13. April 2026

Samstag, 4. April 2026

Weil die uns betreffenden Angelegenheiten und Begebenheiten ganz vereinzelt, ohne Ordnung und ohne Beziehung auf einander, im grellsten Kontrast und ohne irgend etwas Gemeinsames, als eben daß sie unsere Angelegenheiten sind, auftreten und durcheinanderlaufen; so muß unser Denken und Sorgen um sie eben so abrupt sein, damit es ihnen entspreche. – Sonach müssen wir, wenn wir eines vornehmen, von allem andern abstrahieren und uns der Sache entschlagen, um jedes zu seiner Zeit zu besorgen; zu genießen, zu erdulden, ganz unbekümmert um das Übrige: wir müssen also gleichsam Schiebfächer unserer Gedanken haben, von denen wir eines öffnen, derweilen alle anderen geschlossen bleiben. Dadurch erlangen wir, daß nicht eine schwer lastende Sorge jeden kleinen Genuß der Gegenwart verkümmere und uns alle Ruhe raube; daß nicht eine Überlegung die andere verdränge; daß nicht die Sorge für eine wichtige Angelegenheit die Vernachlässigung vieler geringen herbeiführe usw. Zumal aber soll, wer hoher und edler Betrachtungen fähig ist, seinen Geist durch persönliche Angelegenheiten und niedrige Sorgen nie so ganz einnehmen und erfüllen lassen, daß sie jenen den Zugang versperren: denn das wäre recht eigentlich: um des Lebens Kleinigkeit des Lebens Ziel verfehlen. –

 

Freilich ist zu dieser Lenkung und Ablenkung unserer selbst, wie zu so viel anderem, Selbstzwang erfordert: zu diesem aber sollte uns die Überlegung stärken, daß jeder Mensch gar vielen und großen Zwang von außen zu erdulden hat, ohne welchen es in keinem Leben abgeht; daß jedoch ein kleiner, an der rechten Stelle angebrachter Selbstzwang nachmals vielem Zwange von außen vorbeugt; wie ein kleiner Abschnitt des Kreises zunächst dem Centro einem oft hundertmal größern an der Peripheri entspricht. Durch nichts entziehn wir uns so sehr dem Zwange von außen, wie durch Selbstzwang: das besagt Senekas Ausspruch: Willst du alle Dinge der Gewalt unterwerfen, so unterwirf dich deiner Vernunft. Auch haben wir den Selbstzwang noch immer in der Gewalt, und können, im äußersten Fall, wo er unsere empfindlichste Stelle trifft, etwas nachlassen: hingegen der Zwang von außen ist ohne Rücksicht, ohne Schonung und unbarmherzig. Daher ist es weise, diesem durch jenen zuvorzukommen.

 

Unsern Wünschen ein Ziel stecken, unsere Begierden im Zaume halten, unsern Zorn bändigen, stets eingedenk, daß dem einzelnen nur ein unendlich kleiner Teil alles Wünschenswerten erreichbar ist, hingegen viele Übel jeden treffen müssen, also, mit einem Worte: Sich enthalten und sich zurückhalten – ist eine Regel, ohne deren Beobachtung weder Reichtum noch Macht verhindern können, daß wir uns armselig fühlen. Dahin zielt Horaz: Stets überlege dir und suche den Rat der Weisen, wie du dein Leben in Ruhe zubringen kannst, damit dich nicht ständig rastlose Habsucht plagt und foltert, noch die Angst, noch die Hoffnung auf Besitz unwichtiger Dinge.

 

Montag, 30. März 2026

 

Der Feierabend eines Schriftstellers, der gute Werke veröffentlicht hat, wird vom Publikum mehr geachtet als die betriebsame Fruchtbarkeit eines Autors, der nur die mittelmäßigen Werke vermehrt. Das Schweigen eines Menschen, der bekannt ist dadurch, dass er etwas zu sagen hat, macht mehr Eindruck als das Geschwätz des Redseligen.  


 

Donnerstag, 26. März 2026

 

Le repos d'un écrivain qui a fait de bons ouvrages est plus respecté du public que la fécondité active d'un auteur qui multiplie les ouvrages médiocres. C'est ainsi que le silence d'un homme connu pour bien parler impose beaucoup plus que le bavardage d'un homme qui ne parle pas mal. 

The repose of a writer who has created good works is more respected by the public than the fecundity of an author who multiplies mediocre ones. In the same way, the silence of man who is known for speaking well is very much more imposing than the loquaciousness of a man who doesn't speak badly.

Donnerstag, 12. März 2026

Donnerstag, 5. März 2026

 

Le travail du poète, et souvent de l'homme de lettres, lui sont bien peu fructueux à lui-même; et de la part du public, il se trouve placé entre le grand merci et le va te promener. Sa fortune se réduit à jouir de lui-même et du temps.    

 

 

The work of a poet, and often of a man of letters, is seldom very profitable to him; and with regard to the public, he finds himself between a thank you very much and a go take a walk. His fortune reduces itself to enjoying himself and his time. 

 

Dem Dichter - und oft auch dem Schriftsteller - trägt ihre Arbeit wenig Früchte, und das Publikum lässt ihnen die Wahl zwischen dem allerschönsten Dank und einem „Verschwinde bitte“. Ihr ganzer Reichtum ist, sich selbst und die Zeit zu genießen.

Freitag, 27. Februar 2026

Mittwoch, 25. Februar 2026

 

Noch hat sie mich nicht gesehen; ich stehe an der andern Seite des Ladentisches. An der entgegengesetzten Wand hängt ein Spiegel. Sie weiß es nicht, aber der Spiegel weiß es. O, der unglückliche Spiegel, er kann ihr Bild, aber nicht sie selber auffangen. Unglücklicher Spiegel, er kann ihr Bild nicht in sich aufnehmen und es vor der ganzen Welt verbergen, er muß es andern verraten, so jetzt mir. Welche Qual, wenn ein Mensch so gebildet wäre! Und doch wie viele Menschen gibt's, die nichts besitzen, es sei denn in dem Augenblick, da sie es andern zeigen...

 

Wie ist sie doch schön! Armer Spiegel, das muß eine Qual sein. Gut, daß du keine Eifersucht kennst. Ihre Haare sind dunkel, ihr Teint durchsichtig, wie Samt anzufassen, ich kann's mit meinen Augen fühlen. Ihre Augen – nein, die habe ich noch nicht gesehen, sie sind von den langen Wimpern ganz bedeckt. Und ihr Kopf – ein Madonnenkopf, so rein und unschuldig; er beugt sich etwas, aber nicht im Anschauen des Einen; der Ausdruck ihres Gesichtes wechselt. Was sie betrachtet, ist das Mannigfaltige, das im Glanze irdischer Pracht und Herrlichkeit vor ihr ausgebreitet liegt. Sie zieht einen Handschuh aus und zeigt dem Spiegel – aber auch mir – eine Hand so weiß und wohlgebildet, als wäre es eine Antike, ohne jeden Schmuck, auch ohne den verräterischen Ring am vierten Finger – bravo! – Sie schlägt ihr Auge auf, wie verändert das alles und bleibt doch dasselbe: die Stirn weniger hoch, das Gesicht nicht so ganz oval wie es zuvor schien, aber lebhafter.

 

Sie spricht mit dem Kommis, sie ist munter und spricht gern. Sie hat schon zwei, drei Waren gewählt, nimmt eine vierte, hält sie in ihrer Hand, sieht sie an, fragt nach dem Preise und legt sie unter ihren Handschuh. Gewiß ist's für... den Geliebten – aber sie ist ja nicht verlobt. Ach, wie viele sind nicht verlobt und haben doch einen Geliebten, wie viele sind verlobt und haben doch keinen Geliebten... Nun will sie bezahlen, aber sie hat ihr Portemonnaie vergessen..., sie nennt vermutlich ihre Adresse; ich will sie nicht hören, ich treffe sie im Leben wohl noch wieder, und – – beim Himmel, sie wird sich der Situation erinnern. Nur nicht ungeduldig! Es muß alles in langsamen Zügen genossen werden.

Samstag, 14. Februar 2026

Dienstag, 10. Februar 2026

 

Das mag ich leiden: abends allein in der Östergade. Ja, ich sehe den Diener, der Ihnen folgt; nein, so schlecht denke ich nicht von Ihnen, daß ich glauben könnte, Sie möchten ganz allein gehen. Aber warum so rasch? Nicht wahr? man hat doch etwas Angst und das Herz klopft, nicht weil die Sehnsucht nach Hause so groß ist, sondern in der ungeduldigen Furcht, die mit ihrer süßen Unruhe den ganzen Leib durchschauert, daher der schnelle Takt der Füße. – Aber es ist doch prächtig, unbezahlbar, so allein zu gehen – den Diener hinter sich her... Unverdrossen geht sie vorwärts. Hüten Sie sich; da kommt ein Mensch, lassen Sie den Schleier nieder, damit sein profaner Blick Sie nicht beleidigt. – Sie bemerken es nicht, aber ich sehe es, daß er die Situation überschaut. –

 

Ja, da sehen Sie es nun, was für Folgen es haben kann, wenn man allein mit dem Diener geht. Der Diener ist gefallen. Das ist im Grunde lächerlich, aber was wollen Sie nun machen? Umkehren und ihm wieder auf die Beine helfen, nein, das ist unmöglich, und mit einem Diener gehen, dessen Rock so schmutzig geworden ist? Wie unangenehm. Und ganz allein gehen? Das ist bedenklich. Hüten Sie sich, das Scheusal nähert sich... Sie antworten mir nicht, sehen mich nur an. Fürchten Sie sich vor mir? Ich mache gar keinen Eindruck auf Sie, ich sehe wie ein gutmütiger Mensch aus einer ganz andern Welt aus. Meine Verlegenheit, in der ich Sie nicht anzusehen wage, macht Sie sicher; Sie könnten fast versucht sein, sich über mich lustig zu machen. Tausend gegen eins, in diesem Augenblick hätten Sie die Kourage, mich unter den Arm zu nehmen, wenn es Ihnen selber einfiele ...

 

Also in der Stormgade wohnen Sie. Sie verneigen sich kalt und flüchtig vor mir. Habe ich das verdient, da ich Ihnen aus der unangenehmen Situation heraushalf? Es verdrießt Sie, Sie kehren zurück, danken mir für meine Freundlichkeit, reichen mir die Hand – warum werden Sie plötzlich so bleich? Ist meine Stimme nicht unverändert, meine Haltung dieselbe, mein Blick ebenso ruhig und unbefangen? Aber dieser Druck der Hand? Kann denn der etwas bedeuten? Ja, viel, mein kleines Fräulein, sehr viel; innerhalb der nächsten vierzehn Tage werde ich Ihnen alles erklären, aber so lange wird der Widerspruch Sie quälen: ich bin ein gutmütiger Mensch, der als ein Ritter ohne Furcht und Tadel einem jungen Mädchen zu Hilfe kommt, und doch – kann ich Ihre Hand in einer nichts weniger als gutmütigen Weise drücken. –

Samstag, 31. Januar 2026

Mittwoch, 28. Januar 2026

 

Il est difficile de définir l'amour; ce qu'on en peut dire est que, dans l ame, c'est une passion de régner; dans les esprits, c'est une sympathie; et dans le corps, ce n'est qu'une envie cachée et délicate de posséder ce que l'on aime, après beaucoup de mystères.

 

Es ist schwierig, die Liebe zu definieren; man kann nur sagen, dass sie in der Seele eine Leidenschaft ist, zu herrschen; im Geist ist sie eine Sympathie; und im Körper ist sie nur ein verstecktes und zartes Verlangen, das zu besitzen, was man liebt, nach so vielen Geheimnissen.

Dienstag, 20. Januar 2026

 

S'il y a un amour pur et exempt du mélange de nos autres passions, c'est celui qui est caché au fond du cœur, et que nous ignorons nous-mêmes.

 

Gibt es eine reine Liebe, in die sich gar keine anderen Leidenschaften einmengen, so hält sie sich, uns selber unbekannt, im innersten Herzen verborgen.

Mittwoch, 14. Januar 2026

Freitag, 2. Januar 2026

 

Il n'y a point de déguisement qui puisse longtemps cacher l'amour où il est, ni le feindre où il n'est pas.

 

Es gibt keine Verstellung, die die Liebe, wo sie ist, lange verbergen oder, wo sie nicht ist, vortäuschen könnte.