Das mag ich leiden: abends allein in der
Östergade. Ja, ich sehe den Diener, der Ihnen folgt; nein, so schlecht denke
ich nicht von Ihnen, daß ich glauben könnte, Sie möchten ganz allein gehen.
Aber warum so rasch? Nicht wahr? man hat doch etwas Angst und das Herz klopft,
nicht weil die Sehnsucht nach Hause so groß ist, sondern in der ungeduldigen
Furcht, die mit ihrer süßen Unruhe den ganzen Leib durchschauert, daher der
schnelle Takt der Füße. – Aber es ist doch prächtig, unbezahlbar, so allein zu
gehen – den Diener hinter sich her... Unverdrossen geht sie vorwärts. Hüten Sie
sich; da kommt ein Mensch, lassen Sie den Schleier nieder, damit sein profaner
Blick Sie nicht beleidigt. – Sie bemerken es nicht, aber ich sehe es, daß er
die Situation überschaut. –
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