Dienstag, 10. Februar 2026

 

Das mag ich leiden: abends allein in der Östergade. Ja, ich sehe den Diener, der Ihnen folgt; nein, so schlecht denke ich nicht von Ihnen, daß ich glauben könnte, Sie möchten ganz allein gehen. Aber warum so rasch? Nicht wahr? man hat doch etwas Angst und das Herz klopft, nicht weil die Sehnsucht nach Hause so groß ist, sondern in der ungeduldigen Furcht, die mit ihrer süßen Unruhe den ganzen Leib durchschauert, daher der schnelle Takt der Füße. – Aber es ist doch prächtig, unbezahlbar, so allein zu gehen – den Diener hinter sich her... Unverdrossen geht sie vorwärts. Hüten Sie sich; da kommt ein Mensch, lassen Sie den Schleier nieder, damit sein profaner Blick Sie nicht beleidigt. – Sie bemerken es nicht, aber ich sehe es, daß er die Situation überschaut. –

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