Montag, 31. August 2020


Un homme amoureux, qui plaint l'homme raisonnable, me paraît ressembler à un homme qui lit des conte de fées, et qui raille ceux qui lisent l'histoire.


A man in love who pities a man with reason seems to resemble a man who reads fairy tales and who makes fun of someone who reads history.  

Mittwoch, 26. August 2020


En amour, tout est vrai, tout est faux; c'est la seule chose sur laquelle on ne puisse pas dire un absurdité.

Freitag, 21. August 2020


In der Liebe ist alles wahr, alles falsch. Sie ist das einzige Ding, über das man nichts Absurdes sagen kann.

Donnerstag, 20. August 2020

Concerning love, everything is true, everything is false; and it's the one thing about which people can't say something absurd.   

Mittwoch, 19. August 2020

Il paraît qu'il y a dans le cerveau des femmes une case de moins, et dans leur cœur une fibre de plus, que chez les hommes. Il fallait une organisation particulière, pour les rendre capables de supporter, soigner, caresser des enfants.     

Samstag, 15. August 2020

It seems that there is compartment less in the brains of women and a fiber more in their hearts than in men. A particular organization is necessary to make them capable of bearing, caring for and caressing children.   


Sonntag, 2. August 2020


Wahrheit und Seligkeit

Zur Erkenntnis der Wahrheit bin ich vielleicht gekommen, zur Seligkeit sicherlich nicht. Was soll ich tun? «In der Welt wirken!» so antworten die Menschen. Sollte ich der Welt also mein Herzeleid mitteilen, einen Beitrag zu dem Beweise liefern, wie traurig und jämmerlich alles ist, vielleicht einen neuen Flecken im Menschenleben entdecken, der bisher unbeachtet geblieben war? Ich könnte alsdann den seltenen Lohn einernten, berühmt zu werden, gleich dem Manne, der die Flecken im Stern Jupiter entdeckt hat. Ich ziehe es doch vor, zu schweigen.


Maren

Wie doch die menschliche Natur durchweg sich gleich bleibt! Mit welcher angebornen Genialität kann oft ein kleines Kind uns in lebendigem Bilde darstellen, was in den größern Lebensverhältnissen vor sich geht. Heute amüsierte ich mich über den kleinen Ludwig. Da saß er in seinem kleinen Stuhl; mit besonderem Behagen blickte er um sich. Da ging das Kindermädchen Maren durch das Zimmer. »Maren!« rief er. »Ja, kleiner Ludwig,« antwortete sie mit gewohnter Freundlichkeit und trat zu ihm. Er legte seinen Kopf etwas auf die linke Seite, richtete auf sie seine großen Augen mit einer gewissen Schelmerei und sagte danach ganz phlegmatisch: das sei nicht die Maren; das sei eine andre Maren. Was tun wir Erwachsenen? Wir winken der ganzen Welt; und ist sie uns nun freundlich entgegengekommen, dann sagen wir, das sei nicht die Maren.