Johannes!
Ist die Hoffnung denn so gar aus? Wird
Deine Liebe niemals wiedererwachen? Denn daß Du mich geliebt hast, das weiß
ich, wenn ich auch nicht weiß, woher ich diese Gewißheit habe. Ich will warten,
ob mir die Zeit auch lang wird, ich will warten, warten, bis Du andre nicht
mehr lieben magst. Dann wird Deine Liebe zu mir wieder aus dem Grabe erstehen,
dann will ich Dich lieben wie immer, Dir danken wie immer, wie einst, o
Johannes, wie einst! Johannes! Diese herzlose Kälte gegen mich – ist sie Dein
wahres Wesen? war Deine Liebe, Dein reiches Herz – eine innere Lüge? Bist Du
nun wieder Du selber? Hab Geduld mit meiner Liebe, vergib mir, daß ich nicht
aufhören kann, Dich zu lieben; ich weiß es, meine Liebe ist Dir eine Last; aber
es kommt doch die Zeit, da Du zu Deiner Kordelia zurückkehrst. Deine Kordelia!
hörst Du es – das flehentliche Wort –: Deine Kordelia, Deine Kordelia?
Deine Kordelia.
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