Das
Leben besteht in der Bewegung, sagte Aristoteles, mit offenbarem Recht: und wie
demnach unser physisches Leben nur in und durch eine unaufhörliche Bewegung
besteht, so verlangt auch unser inneres, geistiges Leben fortwährend
Beschäftigung, Beschäftigung mit irgend etwas, durch Tun oder Denken; einen
Beweis hiervon gibt schon das Trommeln mit den Händen oder irgendeinem Gerät;
zu welchem unbeschäftigte und gedankenlose Menschen sogleich greifen. Unser
Dasein nämlich ist ein wesentlich restloses: daher wird die gänzliche
Untätigkeit uns bald unerträglich, indem sie die entsetzlichste Langeweile
herbeiführt. Diesen Trieb nun soll man regeln, um ihn methodisch und dadurch
besser zu befriedigen. Daher also ist Tätigkeit, etwas treiben, wo möglich
etwas machen, wenigstens aber etwas lernen – zum Glück des Menschen
unerläßlich: seine Kräfte verlangen nach ihrem Gebrauch und er möchte den
Erfolg desselben irgendwie wahrnehmen.
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