Inzwischen
treibe jeder etwas, nach Maßgabe seiner Fähigkeiten. Denn wie nachteilig der
Mangel an planmäßiger Tätigkeit, an irgend einer Arbeit, auf uns, wirke, merkt
man auf langen Vergnügungsreisen, als wo man, dann und wann, sich recht
unglücklich fühlt; weil man, ohne eigentliche Beschäftigung, gleichsam aus
seinem natürlichen Elemente gerissen ist. Sich zu mühen und mit dem Widerstände
zu kämpfen ist dem Menschen Bedürfnis, wie dem Maulwurf das Graben. Der
Stillstand, den die Allgenugsamkeit eines bleibenden Genusses herbeiführte,
wäre ihm unerträglich. Hindernisse überwinden ist der Vollgenuß seines Daseins;
sie mögen materieller Art sein, wie beim Handeln und Treiben oder geistiger
Art, wie beim Lernen und Forschen: der Kampf mit ihnen und der Sieg beglückt.
Fehlt ihm die Gelegenheit dazu, so macht er sie sich, wie er kann; je nachdem
seine Individualität es mit sich bringt, wird er jagen oder Bilboquet spielen,
oder, vom unbewußten Zuge seiner Natur geleitet, Händel suchen, oder Intriguen
anspinnen, oder sich auf Betrügereien und allerlei Schlechtigkeiten einlassen,
um nur dem ihm unerträglichen Zustande der Ruhe ein Ende zu machen. Schwer ist
es, in der Muse ruhig zu leben.
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