Mittwoch, 20. Oktober 2010
Jede Stunde ist sowohl an sich als im Hinblick auf uns einzig: ist sie einmal verflossen, so ist sie auch gänzlich untergegangen, und Millionen Jahrhunderte können sie nicht zurückführen. Die Tage, die Monate, die Jahre stürzen in den Abgrund der Zeiten, um unwiderbringlich in ihm zu verschwinden, die Zeit selbst wird zerstört werden, sie ist nur ein Punkt in den ungeheuren Weiten der Ewigkeit und wird verlöschen. Es gibt Eintageszustände in der Zeit ohne Bestand und Dauer, Moden, Grösse, Gunst, Reichtümer, Macht, Gewalt, Unabhängigkeit, Vergnügen, Freuden, Überfluss. Was wird aus diesen Moden, wenn die Zeit selber verschwunden sein wird? Was so wenig in Mode ist, die Tugend allein, überdauert die Zeiten.
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