Dienstag, 5. April 2011

In der definitiven Entscheidung der Sache will ich um so weniger dem Leser vorgreifen, als selbst Sophokles hierüber zwei einander diametral entgegengesetzte Aussprüche getan hat:

Am ersprießlichsten ist, um glücklich zu sein, der besonnene Sinn.
(Verstand zu haben ist der Hauptteil des Glücks)
und wieder:
Gar nichts zu denken, ist des Lebens angenehmste Art.
(Im Unverstand besteht das angenehmste Leben)

Ebenso uneinig miteinander sind die Philosophen des Alten Testamentes:
»Des Narren Leben ist ärger denn der Tod!« (Jesus Sirach 22,12)
und
»Wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämens.« (Kohelet 1,18)

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