Sonntag, 22. Juli 2012
Die
Gesellschaft, das, was man die Welt nennt, ist nur der Kampf tausend kleiner
entgegengesetzter Interessen, ein ewiges Ringen sich kreuzender, einander
störender, abwechselnd verletzter und gedemütigter Eitelkeiten, die für den
Triumph des einen Tages am nächsten in der Ernüchterung der Niederlage büssen
müssen. Einsam leben, nicht zerrieben werden in diesen jammervollen
Zusammenstössen, in denen man einen Augenblick die Blicke der Welt auf sich
zieht, um im nächsten unterzugehen, das nennt man nichts sein, keine Existenz
haben. Arme Menschheit!
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