Demnach
hat die Gesellschaft, welche man die gute nennt, nicht nur den Nachteil, daß
sie uns Menschen darbietet, die wir nicht loben und lieben können, sondern sie
läßt auch nicht zu, daß wir selbst seien, wie es unserer Natur angemessen ist;
vielmehr nötigt sie uns, des Einklanges mit den anderen wegen, einzuschrumpfen,
oder gar uns selbst zu verunstalten. Geistreiche Reden oder Einfälle gehören
nur vor geistreiche Gesellschaft: in der gewöhnlichen sind sie geradezu
verhaßt; denn um in dieser zu gefallen, ist durchaus notwendig, daß man platt
und borniert sei.
Donnerstag, 26. November 2015
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