Dienstag, 12. April 2016

Nun ja, aber, wird man mir sagen, dieses Vorhaben, sich selbst zum Gegenstand seiner Beschreibung zu nehmen, wäre bei grossen und berühmten Männern zu entschuldigen, die durch ihren grossen Ruf den Wunsch erweckt hätten, sie kennenzulernen. Das ist gewiss : ich gestehe es ein ; und ich weiss wohl, dass kaum ein Flickschuster die Augen von seiner Arbeit aufhebt, um einen Menschen des gemeinen Schlages zu sehen, wogegen, wenn es die Ankunft eines grossen und namhaften Mannes in einer Stadt zu sehen gibt, alle Werkstätten und Kramläden verödet stehen. Jedem anderen als dem, der Nachahmungswürdigkeit besitzt und dessen Leben und Meinungen zum Vorbild dienen können, steht es schlecht an, sich bekannt zu machen. Caesar und Xenophon sind reich genug, ihre Erzählung auf der Grösse ihrer Werke als einem wahren und festen Grunde zu errichten und zu verankern. Im gleichen Sinne wären uns die Tagebücher des grossen Alexander und die Aufzeichnungen, die Augustus, Cato, Sulla, Brutus und andere von ihren Taten hinterlassen hatten, höchst erwünscht. Die Gestalten solcher Männer liebt man und vertieft sich in sie, selbst in Kupfer und Stein.   

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