Dienstag, 24. Mai 2016

Der immer allgemeiner werdende verkehrte Gebrauch des Wortes Frauen statt Weiber gehört zu jenem Sprachverderb, durch den die Sprache verarmt, denn Frau heißt uxor und Weib mulier; die deutsche Sprache hat, wie die lateinische, den Vorzug, für genus und species (mulier und uxor), zwei entsprechende Wörter zu haben und darf ihn nicht aufgeben. Die Weiber wollen nicht mehr Weiber heißen, aus demselben Grunde, aus welchem die Juden Israeliten und die Schneider Kleidermacher genannt werden wollen, u. s. w.; weil nämlich dem Worte beigemessen wird, was nicht ihm, sondern der Sache anhängt.

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