Von meiner ersten Kindheit an hat die
Dichtkunst die Gewalt über mich gehabt, mich zu durchdringen und zu entrücken.
Aber diese lebhafte Empfindung, die von Natur in mir ist, ward auf verschiedene
Weisen durch verschiedene Gestaltungen bewegt, nicht sowohl höhere wie niedere
(denn es waren immer die höchsten in jeder Gattung), als von verschiedener
Färbung: anfangs eine heitere und sprudelnde Zwanglosigkeit; später eine gehobene
und scharf geschliffene Feinheit; endlich eine reife und stetige Kraft. Das Beispiel wird es besser sagen: Ovid, Lucan, Virgil. Doch da sind
unsere Leute auf dem Kampfplatz.
Donnerstag, 18. Juni 2020
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