Bei
einem unglücklichen Ereignis, welches bereits eingetreten, als nicht mehr zu
ändern ist, soll, man sich nicht einmal den Gedanken, daß dem anders sein
könnte, noch weniger den, wodurch es hätte abgewendet werden können, erlauben:
denn gerade er steigert den Schmerz ins Unerträgliche; so daß man damit zum
Sichselbstpeinigenden wird. Vielmehr mache man es wie der König David, der, so
lange sein Sohn krank daniederlag, der Jehova unablässig mit Bitten und Flehen
bestürmte; als er aber gestorben war, ein Schnippchen schlug und nicht weiter
daran dachte. Wer aber dazu nicht leichtsinnig genug ist, flüchte sich auf den
fatalistischen Standpunkt, indem er sich die große Wahrheit verdeutlicht, daß
alles, was geschieht, notwendig eintritt, also unabwendbar ist.
Samstag, 19. Februar 2022
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