Sonntag, 9. September 2012
Quoy des mains ? nous requerons, nous promettons, appellons, congedions, menaçons, prions, supplions, nions, refusons, interrogeons, admirons, nombrons, confessons, repentons, craignons, vergoignons, doubtons, instruisons, commandons, incitons, encourageons, jurons, tesmoignons, accusons, condamnons, absolvons, injurions, mesprisons, deffions, despittons, flattons, applaudissons, benissons, humilions, moquons, reconcilions, recommandons, exaltons, festoyons, resjouïssons, complaignons, attristons, desconfortons, desesperons, estonnons, escrions, taisons : et quoy non ? d'une variation et multiplication à l'envy de la langue.
Donnerstag, 30. August 2012
Quelle vie que celle de la plupart des gens de la cour ! Ils se laissent ennuyer, excéder, avilir, asservir, tourmenter pour des intérêts misérables. Ils attendent, pour vivre, pour être heureux, la mort de leurs ennemis, de leurs rivaux d' ambition, de ceux même qu' ils appellent leurs amis ; et pendant que leurs voeux appellent cette mort, ils sèchent, ils dépérissent, meurent eux-mêmes, en demandant des nouvelles de la santé de monsieur tel, de madame telle, qui s' obstinent à ne pas mourir.
Montag, 6. August 2012
Sokrates
ist, infolge seiner häufigen Disputationen, oft tätlich mißhandelt worden,
welches er gelassen ertrug: als er einst einen Fußtritt erhielt, nahm er es
geduldig hin und sagte dem, der sich hierüber wunderte: »würde ich denn, wenn
mich ein Esel gestoßen hätte, ihn verklagen ?« – Als ein andermal jemand zu ihm
sagte: »schimpft und schmäht dich denn jener nicht?« war seine Antwort: »nein:
denn was er sagt paßt nicht auf mich.«
Allein
in Athen, Korinth und Rom war ganz gewiß gute und zwar sehr gute Gesellschaft,
auch feine Sitte und guter Ton anzutreffen, ohne daß jener Popanz der
ritterlichen Ehre dahinter gesteckt hätte. Freilich aber führten daselbst auch
nicht, wie bei uns, die Weiber den Vorsitz in der Gesellschaft, welches, wie es
zunächst der Unterhaltung einen frivolen und läppischen Charakter erteilt und
jedes gehaltvolle Gespräch verbannt, gewiß auch sehr dazu beiträgt; daß in
unserer guten Gesellschaft der persönliche Mut den Rang vor jeder anderen
Eigenschaft behauptet; während er doch eigentlich eine sehr untergeordnete,
eine bloße Unteroffizierstugend ist, ja, eine, in welcher sogar Tiere uns
übertreffen, weshalb man z. B. sagt: »mutig wie ein Löwe«.
Sonntag, 22. Juli 2012
Die tiefe
Fühllosigkeit der Redlichkeit gegenüber überrascht und ärgert mehr als das
Laster. Alle, die die öffentliche Niedrigkeit grosse Herren oder Grosse nennt,
alle offiziellen Persönlichkeiten sind meist mit dieser hassenswerten
Fühllosigkeit ausgestattet. Sollte das nicht bei ihnen auf die vage und
unbestimmte Vorstellung zurückgehen, dass die Redlichen zur Intrige nichts
taugen? Man überlässt sie daher als unverwendbar andern oder ihrem eigenen
Schicksal in einem Land, in dem man ohne Intrige, Falschheit, List zu gar
nichts kommt!
Il y a une profonde insensibilité aux vertus qui
surprend et scandalise beaucoup plus que le vice. Ceux que la bassesse publique
appelle grands seigneurs, ou grands, les hommes en place, paraissent, pour la
plupart, doués de cette insensibilité odieuse. Cela ne viendrait-il pas de l'
idée, vague et peu développée dans leur tête, que les hommes, doués de ces
vertus, ne sont pas propres à être des instruments d' intrigue ? Ils les négligent,
ces hommes, comme inutiles à eux-mêmes et aux autres, dans un pays où, sans l'
intrigue, la fausseté et la ruse, on n' arrive à rien !
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