Dienstag, 30. Juli 2013
Il ne faut pas ne savoir vivre qu' avec ceux qui
peuvent nous apprécier : ce serait le besoin d' un amour-propre trop délicat et
trop difficile à contenter ; mais il faut ne placer le fond de sa vie habituelle
qu' avec ceux qui peuvent sentir ce que nous valons. Le philosophe même ne
blâme point ce genre d' amour-propre.
Freitag, 12. Juli 2013
In der Welt rufen und
schreien. - Es gehört doch eine große Naivität dazu, um zu glauben, es solle
helfen, in der Welt zu rufen und zu schreien, als ob hierdurch jemandes
Schicksal geändert würde. Man nehme es, wie es geboten wird, und stehe ab von
allen Weitläufigkeiten. Kam ich als junger Mann in eine Restauration, so sagte
ich auch, wie andre, zum Kellner: »Ein gutes Stück, ein
recht gutes Stück, vom Rücken, nicht zu fett.« Der Kellner hörte vielleicht gar
nicht meinen Rat, geschweige dass er ihn berücksichtigen sollte, geschweige
dass meine Stimme bis in die Küche hineinbringen, den Vorschneider rühren
sollte; und selbst, wenn alles dieses geschah, so war vielleicht an dem ganzen
Braten kein gutes Stück. Jetzt rufe ich nicht mehr.
Was einer ist, in welcher Art und Weise es auch sei, das ist er zuvörderst und hauptsächlich für sich selbst: und wenn es hier nicht viel wert ist, so ist es überhaupt nicht viel. Hingegen ist das Abbild seines Wesens in den Köpfen anderer ein Sekundäres, Abgeleitetes und dem Zufall unterworfenes, welches nur sehr mittelbar sich auf das erstere zurückbezieht.
Mittwoch, 10. Juli 2013
Il faut des fripons à la cour auprès des grands et des ministres, même les mieux intentionnés; mais l'usage en est délicat, et il faut savoir les mettre en œuvre. Il y a des temps et des occasions où ils ne peuvent être suppléés par d'autres. Honneur, vertu, conscience, qualités toujours respectables, souvent inutiles: que voulez-vous quelquefois que l'on fasse d'un homme de bien?
Donnerstag, 27. Juni 2013
In eudämonologischer Hinsicht ist also der Ruhm nichts
weiter, als der seltenste und köstlichste Bissen für unsern Stolz und unsere
Eitelkeit. Diese aber sind ja in den meisten Menschen, obwohl sie es verbergen,
übermäßig vorhanden, vielleicht sogar am stärksten in denen, die irgendwie
geeignet sind, sich Ruhm zu erwerben, und daher meistens das unsichere
Bewußtsein ihres überwiegenden Wertes lange in sich herum tragen müssen, ehe die
Gelegenheit kommt, solchen zu erproben und dann die Anerkennung desselben zu
erfahren: bis dahin war ihnen zumute, als erlitten sie ein heimliches Unrecht.
Da unser größtes Vergnügen darin besteht, bewundert zu
werden, die Bewunderer aber, selbst wo alle Ursache wäre, sich ungern dazu
herbeilassen, so ist der Glücklichste der, welcher, gleichviel wie, es dahin
gebracht hat, sich selbst aufrichtig zu bewundern. Nur müssen die andern ihn
nicht irre machen.
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