Donnerstag, 7. August 2014
Mein ganzes Leben ist ein Gewebe von
ausgenfälligen Kontrasten zu meinen Prinzipien. Ich liebe die Fürsten nicht,
und ich bin befreundet mit einer Fürstin und einem Fürsten. Man kennt meine
republikanischen Grundsätze und mehrere meiner Freunde haben monarchische
Orden. Ich liebe die freiwillige Armut und verkehre mit reichen Leuten. Ich
weiche allen Ehrenbezeigungen aus, und doch sind einige zu mir gekommen. Die
Literatur ist fast mein einziger Trost, und ich verkehre nicht mit
Schöngeistern und gehe nicht zur Akademie. Man nehme hinzu, dass mir Illusionen
für die Menschen unentbehrlich zu sein scheinen, und ich lebe ohne Illusionen;
ich halte die Leidenschaften für wertvoller als die Vernunft und weiss gar
nicht mehr, was Leidenschaften sind, usw.
Samstag, 2. August 2014
Dienstag, 29. Juli 2014
Nous appellons
agrandir nostre nom, l’estandre et semer en plusieurs bouches ; nous voulons
qu’il y soit receu en bonne part et que cette sienne accroissance luy vienne à
profit : voylà ce qu’il y peut avoir de plus excusable en ce dessein. Mais
l’exces de cette maladie en va jusques là que plusieurs cerchent de faire
parler d’eux en quelque façon que ce soit. Trogus Pompeius dict de Herostratus,
et Titus Livius de Manlius Capitolinus, qu’ils estoyent plus desireux de grande
que de bonne reputation. Ce vice est ordinaire. Nous nous soignons plus qu’on
parle de nous, que comment on en parle ; et nous est assez que nostre nom coure
par la bouche des hommes, en quelque condition qu’il y coure.
Il semble que l’estre
conneu, ce soit aucunement avoir sa vie et sa durée en la garde d’autruy. Moy,
je tiens que je ne suis que chez moy ; et, de cette autre mienne vie qui loge
en la connoissance de mes amis, à la considerer nue et simplement en soy, je
sçay bien que je n’en sens fruict ny jouissance que par la vanité d’une opinion
fantastique.
Es scheint, bekannt
zu sein bedeute gleichsam, sein Leben und seine Fortdauer bei andern verwahrt
zu wissen. Ich meinesteils bin der Überzeugung, dass ich nur bei mir selber bin ;
und was dieses mein anderes Leben angeht, das seinen Bestand im Gedenken meiner
Freunde hat, weiss ich wohl, wenn ich es nackt und bloss in sich selber
betrachte, dass ich davon keinen andern Genuss und Gewinn empfange als durch
die Eitelkeit eines leeren Wahns.
Donnerstag, 10. Juli 2014
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