Mittwoch, 31. Januar 2018


3) Vorzug des Dyskolos vor dem Eukolos.
Wie nicht leicht ein Übel ohne alle Kompensation ist, so ergibt sich auch hier, dass die Dyskoloi, also die finsteren und ängstlichen Charaktere im Ganzen zwar mehr imaginäre, dafür aber weniger reale Unfälle und Leiden zu überstehen haben werden, als die heiteren und sorglosen; denn wer Alles schwarz sieht, stets das Schlimmste befürchtet und demnach seine Vorkehrungen trifft, wird sich nicht so oft verrechnet haben, als wer stets den Dingen die heitere Farbe und Aussicht leiht.

Montag, 8. Januar 2018


People often say: "Even the most beautiful woman in the world can only give what she has"; this is very false: she gives exactly what a person thinks he is receiving, since in this area of life imagination decides the value of what a person receives.  

Man sagt gewöhnlich, die schönste Frau kann nicht mehr geben, als sie hat; das ist ganz falsch. Sie gibt gerade so viel, als man zu empfangen glaubt, denn hier bestimmt die Phantasie den Wert der Gabe.    

On dit communément: « La plus belle femme du monde ne peut donner que ce qu'elle a »; ce qui est très faux: elle donne précisément ce qu'on croit recevoir, puisqu'en ce genre c'est l'imagination qui fait le prix de ce qu'on reçoit. 

What makes interaction with women so piquant is that there is always a large number of things that are implied or silently understood; the same thing that is implied or silently understood between men that is uncomfortable, or at least insipid, is pleasant between a man and a woman.  

Ce qui rend le commerce des femmes si piquant, c'est qu'il y a toujours une foule de sous-entendus, et que les sous-entendus qui, entre hommes, sont gênants, ou du moins insipides, sont agréables d'un homme à une femme. 
Was den Verkehr zwischen Mann und Frau so anregend macht, das sind die zahlreichen Nebengedanken, die zwischen Männern als störend und geschmacklos, zwischen Mann und Weib als angenehm empfunden werden.            

Freitag, 15. Dezember 2017


Trois d’entre eux, ignorans combien coutera un jour à leur repos et à leur bon heur la connoissance des corruptions de deçà, et que de ce commerce naistra leur ruyne, comme je presuppose qu’elle soit desjà avancée, bien miserables de s’estre laissez piper au desir de la nouvelleté, et avoir quitté la douceur de leur ciel pour venir voir le nostre, furent à  Rouan, du temps que le feu Roy Charles neufiesme y estoit.

Drei von ihnen, nicht ahnend, wie teuer eines Tages die Kenntnis unserer Sittenzerrüttung ihrer Ruhe und ihrem Glück zu stehen kommen und dass aus diesem Verkehr ihr Verderben entspringen wird, das, wie ich annehme, schon weit fortgeschritten ist, beklagenswert genug, dass sie sich vom Reiz des Unbekannten hatten verlocken lassen, von der Lieblichkeit ihrer Himmelsstriche zu scheiden, um die unsern zu besuchen, kamen zu der Zeit nach Rouen, als weiland König Karl IX. sich dort aufhielt.

Le Roy parla à eux long temps ; on leur fit voir nostre façon, nostre pompe, la forme d’une belle ville. Apres cela quelqu’un en demanda leur advis, et voulut sçavoir d’eux ce qu’ils y avoient trouvé de plus admirable : ils respondirent trois choses, d’où j’ay perdu la troisiesme, et en suis bien marry ; mais j’en ay encore deux en memoire.