Donnerstag, 20. Februar 2014
Il n’y a raison qui n’en
aye une contraire, dict le plus sage party des philosophes. Je remachois
tantost ce beau mot qu’un ancien allegue pour le mespris de la vie : Nul bien
nous peut apporter plaisir, si ce n’est celuy à la perte duquel nous sommes
preparez : In aequo est dolor amissae rei, et timor amittendae ; voulant
gaigner par là que la fruition de la vie ne nous peut estre vrayement
plaisante, si nous sommes en crainte de la perdre.
Il se pourroit
toutes-fois dire, au rebours, que nous serrons et embrassons ce bien, d’autant
plus estroit et avecques plus d’affection que nous le voyons nous estre moins
seur et craignons qu’il nous soit osté. Car il se sent evidemment, comme le feu
se picque à l’assistance du froid, que nostre volonté s’esguise aussi par le
contraste :
Si nunquam Danaen
habuisset ahenea turris,Non esset Danae de Jove facta parens ;
et qu’il n’est rien naturellement si contraire à nostre goust que la
satieté qui vient de l’aisance, ny rien qui l’éguise tant que la rareté et
difficulté.
Mittwoch, 12. Februar 2014
Donnerstag, 30. Januar 2014
Wer
aber vollends die Lehre meiner Philosophie in sich aufgenommen hat und daher
weiß, daß unser ganzes Dasein etwas ist, das besser nicht wäre und welches zu
verneinen und abzuweisen die größte Weisheit ist, der wird auch von keinem
Dinge oder Zustand große Erwartungen hegen, nach nichts auf der Welt mit
Leidenschaft streben, noch große Klagen erheben über sein Verfehlen irgendeiner
Sache: sondern er wird von Plato's: Auch ist keine menschliche Angelegenheit es
wert, dass man sich sehr darum bemüht, durchdrungen sein.
Freitag, 24. Januar 2014
Was
jedoch die Erlangung dieser heilsamen Einsichten besonders erschwert, ist die
schon oben erwähnte Gleißnerei der Welt, welche man daher der Jugend früh
aufdecken sollte. Die allermeisten Herrlichkeiten sind bloßer Schein wie die
Theaterdekoration, und das Wesen der Sache fehlt. Z. B. bewimpelte und
bekränzte Schiffe, Kanonenschüsse, Illumination, Pauken und Trompeten, Jauchzen
und Schreien usw.; dies alles ist das Aushängeschild, die Andeutung, die
Hieroglyphe der Freude: aber die Freude ist daselbst nicht zu finden: sie
allein hat beim Feste abgesagt.
Wo
sie sich wirklich einfindet, da kommt sie in der Regel ungeladen und
ungemeldet, und selbst und ohne Form, ja, still herangeschlichen, oft bei den
unbedeutendsten, futilsten Anlässen, unter den alltäglichsten Umständen, ja,
bei nichts weniger als glänzenden oder ruhmvollen Gelegenheiten: sie ist wie
das Gold in Australien, hierhin und dorthin gestreut, nach der Laune des
Zufalls, ohne alle Regel und Gesetz, meist nur in ganz kleinen Körnchen, höchst
selten in großen Massen. Bei allen jenen oben erwähnten Dingen hingegen ist der
Zweck bloß, andere glauben zu machen, hier wäre die Freude eingekehrt: dieser
Schein, im Kopfe anderer, ist die Absicht.
Nicht
anders als mit der Freude verhält es sich mit der Trauer. Wie schwermütig kommt
jener lange und langsame Leichenzug daher! der Reihe der Kutschen ist kein
Ende. Aber seht nur hinein: sie sind alle leer, und der Verblichene wird
eigentlich bloß von sämtlichen Kutschern der ganzen Stadt zu Grabe geleitet. Sprechendes
Bild der Freundschaft und Hochachtung dieser Welt! Dies also ist die
Falschheit, Hohlheit und Gleißnerei des menschlichen Treibens.
Abonnieren
Posts (Atom)