There
is nothing so small, so simple and imperceptible, that it does not show in our
manners. A fool neither enters a room, nor leaves it, nor sits down, nor stands
up, nor is silent, nor stays on his feet, like a man with esprit.
Mittwoch, 21. November 2018
Mittwoch, 7. November 2018
Dienstag, 16. Oktober 2018
Dem
Knaben ist das Alleinsein eine große Pönitenz. Jünglinge gesellen sich leicht
zueinander: nur die edleren und hochgesinnten unter ihnen suchen schon
bisweilen die Einsamkeit: jedoch einen ganzen Tag allein zuzubringen wird ihnen
noch schwer. Dem Manne hingegen ist dies leicht: er kann schon viel allein
sein, und destomehr, je älter er wird. Der Greis, welcher aus verschwundenen
Generationen allein übrig geblieben und dazu den Lebensgenüssen teils
entwachsen, teils abgestorben ist, findet an der Einsamkeit sein eigentliches
Element.
Immer
aber wird hierbei, in dem Einzelnen, die Zunahme der Neigung zur Absonderung
und Einsamkeit nach Maßgabe ihres intellektuellen Wertes erfolgen. Denn
dieselbe ist, wie gesagt, keine rein natürliche, direkt durch die Bedürfnisse
hervorgerufene, vielmehr bloß eine Wirkung gemachter Erfahrung und der
Reflexion über solche, namentlich der erlangten Einsicht in die moralisch und
intellektuell elende Beschaffenheit der allermeisten Menschen; bei welcher das
Schlimmste ist, daß, im Individuo, die moralischen und die intellektuellen
Unvollkommenheiten desselben konspirieren und sich gegenseitig in die Hände
arbeiten, woraus dann allerlei höchst widerwärtige Phänomene hervorgehn, welche
den Umgang der meisten Menschen ungenießbar, ja, unerträglich machen.
Freitag, 5. Oktober 2018
So
kommt es denn, daß, obwohl in dieser Welt gar vieles recht schlecht ist, doch
das Schlechteste darin die Gesellschaft bleibt; so daß selbst Voltaire, der
gesellige Franzose, hat sagen müssen: la
terre est couverte de gens qui ne méritent pas qu'on leur parle. Den selben
Grund gibt auch der die Einsamkeit so stark und beharrlich liebende,
sanftmütige Petrarka für diese Neigung an:
Cercato ho sempre solitaria vita
(Le rive il sanno, e le campagne, e i boschi),
Per fuggir quest' ingegni storti e loschi,
Che la strada del ciel' hanno smarita.
(Le rive il sanno, e le campagne, e i boschi),
Per fuggir quest' ingegni storti e loschi,
Che la strada del ciel' hanno smarita.
In
gleichem Sinne führt er die Sache aus, in seinem schönen Buche de vita solitaria, welches Zimmermanns
Vorbild zu seinem berühmten Werke über die Einsamkeit gewesen zu sein scheint.
Eben diesen bloß sekundären und mittelbaren Ursprung der Ungeselligkeit drückt,
in seiner sarkastischen Weise, Chamfort aus, wenn er sagt: on dit quelquefois d'un homme qui vit seul, il n'aime pas la société. C'est souvent
comme si on disait d'un homme, qu'il n'aime pas la promenade, sous le prétexte
qu'il ne se promène pas volontiers le soir dans la forêt de Bondy.
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