Zu dieser intellektuellen Unfähigkeit der Menschen, infolge
welcher das Vortreffliche, wie Goethe sagt, noch seltener erkannt und geschätzt
als gefunden wird, gesellt sich nun hier wie überall, auch noch die moralische
Schlechtigkeit derselben, und zwar als Neid auftretend. Durch den Ruhm nämlich,
den einer erwirbt, wird abermals einer mehr über alle seiner Art erhoben: diese
werden also nur ebenso viel herabgesetzt, so daß jedes ausgezeichnete Verdienst
seinen Ruhm auf Kosten derer erlangt, die keines haben.
Dienstag, 23. Oktober 2012
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