Der Wert des Nachruhms liegt also im Verdienen desselben,
und dieses ist sein eigener Lohn. Ob nun die Werke, welche ihn erwarten,
unterweilen auch den Ruhm der Zeitgenossen hatten, hing von zufälligen
Umständen ab und war nicht von großer Bedeutung. Denn da die Menschen in der
Regel ohne eigenes Urteil sind und zumal hohe und schwierige Leistungen
abzuschätzen durchaus keine Fähigkeit haben; so folgen sie hier stets fremder
Autorität, und der Ruhm in hoher Gattung beruht bei neunundneunzig unter
hundert Rühmern bloß auf Treu und Glauben.
Donnerstag, 21. März 2013
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