Wie der Wanderer erst, wenn er auf einer Höhe angekommen
ist, den zurückgelegten Weg, mit allen seinen Wendungen und Krümmungen, im
Zusammenhange überblickt und erkennt; so erkennen wir erst am Ende einer
Periode unseres Lebens, oder gar des ganzen, den wahren Zusammenhang unserer
Taten, Leistungen und Werke, die genaue Konsequenz und Verkettung, ja, auch den
Wert derselben. Denn, so lange wir darin begriffen sind, handeln wir nur immer
nach den feststehenden Eigenschaften unseres Charakters, unter dem Einfluß der
Motive, und nach dem Maße unserer Fähigkeiten, also durchweg mit Notwendigkeit,
indem wir in jedem Augenblicke bloß tun, was uns jetzt eben das rechte und
angemessene dünkt.
Freitag, 16. Mai 2014
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