Überhaupt aber ergeht es uns im Leben wie dem Wanderer, vor
welchem, indem er vorwärts schreitet, die Gegenstände andere Gestalten
annehmen, als die sie von ferne zeigten, und sich gleichsam verwandeln, indem
er sich nähert. Besonders geht es mit unseren Wünschen so. Oft finden wir etwas
ganz anderes, ja, besseres, als wir suchten; oft auch das Gesuchte selbst auf
einem ganz anderen Wege, als den wir zuerst vergeblich danach eingeschlagen
hatten. Zumal wird uns oft da, wo wir, Genuß, Glück, Freude suchten, statt
ihrer Belehrung, Einsicht, Erkenntnis – ein bleibendes, wahrhaftes Gut, statt
eines vergänglichen und scheinbaren.
Freitag, 20. Juni 2014
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen