Geselligkeit
gehört zu den gefährlichen, ja, verderblichen Neigungen, da sie uns in Kontakt
bringt mit Wesen, deren große Mehrzahl moralisch schlecht und intellektuell
stumpf oder verkehrt ist. Der Ungesellige ist einer, der ihrer nicht bedarf. An
sich selber so viel zu haben, daß man der Gesellschaft nicht bedarf, ist schon
deshalb ein großes Glück, weil fast alle unsere Leiden aus der Gesellschaft
entspringen, und die Geistesruhe, welche, nächst der Gesundheit, das
wesentlichste Element unseres Glückes ausmacht, durch jede Gesellschaft
gefährdet wird und daher ohne ein bedeutendes Maß von Einsamkeit nicht bestehen
kann.
Freitag, 9. Juni 2017
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