Dienstag, 12. Juni 2018
Der
Selbstmörder gleicht einem Kranken, der eine schmerzhafte Operation, die ihn
von Grund aus heilen könnte, nachdem sie angefangen, nicht vollenden lässt,
sondern lieber die Krankheit behält; er weist das Leiden, statt es zum Quietiv
des Willens werden zu lassen, von sich, indem er die Erscheinung des Willens,
den Leib, zerstört, damit der Wille ungebrochen bleibe. Dies ist der Grund,
warum beinahe alle Ethiken, sowohl philosophische, als religiöse, den
Selbstmord verdammen, obgleich sie selbst hierzu keine andern, als seltsame,
sophistische Gründe angeben können.
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