Sonntag, 17. März 2019
Der Weise wird vom Ehrgeiz durch den Ehrgeiz selbst geheilt; er strebt
nach so grossen Dingen, dass er sich nicht mit dem begnügen kann, was man
Schätze, Posten, Glücksumstände und Gunst nennt: solch schwache Vorteile
scheinen ihm nicht gut und dauernd genug, um sein Herz auszufüllen, sie
scheinen ihm nicht wertvoll genug, um zum Ziele seiner Ausdauer und seines
Verlangens gemacht zu werden; es kostet ihm sogar Anstrengung, sie nicht zu
sehr zu missachten. Das einzige Gut, das imstande ist, ihn in Versuchung zu
führen, ist jener Ruhm, der aus der ganz reinen und ganz einfachen Tugend
entstehen sollte; aber die Menschen bewilligen ihn nicht, und er verzichtet
auch auf ihn.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen