Was andere seltsame Beschuldigungen betrifft, darauf möchte ich gern
sagen, es sei genug, daß man einem Menschen von noch so unbescholtenem
Charakter in menschlichen Dingen Glauben beimesse. In übernatürlichen Dingen
aber kann er nur dann Glauben verlangen, wenn er dazu mit einer übernatürlichen
Vollmacht ausgerüstet ist. Dieses Vorrecht, wovon es Gott gefallen hat, solches
einigen unserer Zeugnisse beizulegen, muß nicht herabgewürdigt oder
leichtsinnigerweise eingeräumt werden. Mir gellen die Ohren von Tausenden
dergleichen Sagen: Drei Personen haben ihn an dem und dem Tage im Morgenland
gesehen, drei andre am folgenden im Abendland; um diese Stunde, an diesem Ort,
so und so gekleidet. Wahrhaftig, das glaubt' ich mir selbst nicht! Warum sollte
ich es nicht viel natürlicher und wahrscheinlicher finden, daß zwei Menschen
lügen, als daß ein Mensch, innerhalb zwölf Stunden, mit der Eile des Windes von
Morgen nach Abend komme? Warum nicht natürlicher, daß unser Verstand aus seiner
Stelle verrückt werde, durch die Behendigkeit unseres verrückten Geistes, als
daß einer von uns auf einem Besen durch die Luft reite, bei lebendigem Leibe
durch seinen Schornstein hinausfahre und von einem fremden Geist fortgeführt
werde? Wozu das Suchen nach unbekannten Täuschungen von außen, da wir ja
unaufhörlich von innen und von sehr naheliegenden Dingen getäuscht werden!
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