Verdammter Zufall! Niemals habe ich dich
verflucht, weil du dich zeigtest, ich verfluche dich, weil du dich gar nicht
zeigst. Oder ist's vielleicht eine neue Entdeckung von dir, du unbegreifliches
Wesen, unfruchtbare Mutter von allem, her einzige Heft, der dir aus jener Zeit
übrig blieb, da die Notwendigkeit die Freiheit gebar, und die Freiheit wieder
so thöricht war, in den Mutterschoß zurückzukehren? Verdammter Zufall! Du
einziges Wesen, das die hohe Ehre hat, zugleich mein Alliierter und mein Feind
zu sein, immer unbegreiflich, immer ein Rätsel! Du, den ich mit der ganzen
Sympathie meiner Seele liebe, in dessen Bild ich mich selber schaffe, weshalb
erscheinst du nicht? Ich komme nicht als Bettler, der dich demütig ansteht, du
möchtest dich mir zeigen – nein, ich fordere dich zum Streit heraus. Warum
kommst du nicht? Oder ist dein Rätsel gelöst, daß auch du dich in das Meer der
Ewigkeit gestürzt hast? Verdammter Zufall, ich erwarte dich. Oder meinst du,
ich wäre deiner nicht wert? Wie eine Bajadere zur Ehre ihres Gottes tanzt, so
habe ich mich deinem Dienst geweiht. Überrasche mich, ich bin bereit – laß uns
um die Ehre kämpfen. Zeige sie mir, ob auch unter dem Schatten des Hades; ich
will sie heraufholen, mag sie mich hassen, mich verachten, einen andern lieben
und mir mit kalter Gleichgültigkeit begegnen, ich fürchte mich nicht; aber
bewege das Wasser, laß es nicht so schrecklich ruhig sein. Schämst du dich
nicht, mich so auszuhungern, und bildest dir ein, du wärest stärker als ich?
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