Freitag, 10. September 2010

… dem Ziegler zahlt man seine Ziegel, und dem Arbeiter seine Zeit und seine Arbeit: zahlt man einem Schriftsteller, was er denkt und schreibt? Und wenn er besonders gut denkt, bezahlt man ihn besonders reichlich? Kann er es mit seinem Denken und Schreiben zu eigenen Möbeln oder gar zum Adel bringen?
Wahnsinn, Beschränktheit, Stumpfsinn, fährt Antisthenes fort, ein Schild als Schriftsteller oder Philosoph vor die Tür zu hängen. Ein lukratives Amt haben, wenn es möglich ist, das das Leben lebenswert macht, das in den Stand setzt, seinen Freunden zu leihen und denen zu geben, die nicht zurückzugeben vermögen; …

Sonntag, 5. September 2010

Samstag, 4. September 2010

Ne tenir dans la main de personne, être l' homme de son coeur , de ses principes, de ses sentiments : c' est ce que j' ai vu de plus rare.
Die physische Welt scheint das Werk eines mächtigen und gütigen Wesens zu sein, das einen Teil seines Plans einem bösen Geist zur Ausführung übergeben musste. Aber die geistige Welt scheint aus den Launen eines toll gewordenen Teufels entstanden.
Le monde physique paraît l' ouvrage d' un être puissant et bon, qui a été obligé d' abandonner à un être malfaisant l' exécution d' une partie de son plan. Mais le monde moral paraît être le produit des caprices d' un diable devenu fou.
Die meisten Menschen leben in der Welt, in der sie leben, so unüberlegt, sie denken so wenig, dass sie die Welt, die sie immer vor sich haben, gar nicht kennen.  
La plupart des hommes qui vivent dans le monde y vivent si étourdiment, pensent si peu, qu' ils ne connaissent pas ce monde qu' ils ont toujours sous les yeux. " Ils ne le connaissent pas, disait plaisamment M. ****, par la raison qui fait que les hannetons ne savent pas l' histoire naturelle. "

Samstag, 21. August 2010

Nous veillons dormants, et veillants dormons. Je ne voy pas si clair dans le sommeil : mais quant au veiller, je ne le trouve jamais assez pur et sans nuage. Encore le sommeil en sa profondeur, endort par fois les songes : mais nostre veiller n'est jamais si esveillé, qu'il purge et dissipe bien à poinct les resveries, qui sont les songes des veillants, et pires que songes.   
Wir wachen schlafend, und wachend schlafen wir. Ich sehe nicht so hell im Schlafe, aber das Wachen finde ich niemals rein und wolkenlos genug. Der Schlaf in seiner Tiefe schläfert wenigstens manchmal die Träume ein. Aber unser Wachen ist nie so wach, dass es gänzlich die Hirngespinste vertriebe und zerstreute, welche die Träume der Wachenden sind, und schlimmer als Träume.