La célébrité est le châtiment du mérite et la
punition du talent. Le mien, quel qu'il soit, ne me paraît qu'un délateur, né
pour toubler mon repos. J'éprouve, en le détruisant, la joie de triompher d'un
ennemi. Le sentiment a triomphé chez moi de l'amour-propre même, et la vanité
littéraire a péri dans la destruction de l'intérêt que je prenais aux
hommes.
Donnerstag, 12. Juni 2014
Celebrity is the punishment for having merit and
talent. Mine, whatever it was, only seems like an informer who was born to
trouble my repose. When I destroyed it, I felt the joy of triumphing over an
enemy. Feeling has triumphed even over vanity in me, and my literary vanity
perished when I stopped looking for satisfaction from other men.
Donnerstag, 5. Juni 2014
Die Gegenwart allein ist wahr und wirklich: sie
ist die real erfüllte Zeit, und ausschließlich in ihr liegt unser Dasein. Daher
sollten wir sie stets einer heitern Aufnahme würdigen, folglich jede
erträgliche und von unmittelbaren Widerwärtigkeiten oder Schmerzen freie Stunde
mit Bewußtsein als solche genießen, d. h. sie nicht trüben durch verdrießliche
Gesichter über verfehlte Hoffnungen in der Vergangenheit, oder Besorgnisse für
die Zukunft.
Samstag, 31. Mai 2014
Mittwoch, 21. Mai 2014
Freitag, 16. Mai 2014
Wie der Arbeiter, welcher ein Gebäude aufführen hilft,
den Plan des Ganzen entweder nicht kennt, oder doch nicht immer gegenwärtig
hat, so verhält der Mensch, indem er die einzelnen Tage und Stunden seines
Lebens abspinnt, sich zum Ganzen seines Lebenslaufes und des Charakters
desselben. Je würdiger, bedeutender, planvoller und individueller dieser ist,
desto mehr ist es nötig und wohltätig, daß der verkleinerte Grundriß desselben,
der Plan ihm bisweilen vor die Augen komme. Freilich gehört auch dazu, daß er
einen kleinen Anfang in dem »Erkenne dich selbst« gemacht habe, als wisse, was
er eigentlich, hauptsächlich und vor allem andern will, was also für sein Glück
das Wesentlichste ist, sodann was die zweite und dritte Stelle nach diesem
einnimmt; wie auch, daß er erkenne, welches, im ganzen, sein Beruf, seine Rolle
und sein Verhältnis zur Welt sei: Ist nun dieses bedeutender und grandioser
Art; so wird der Anblick des Planes seines Lebens, im verjüngten Maßstabe, ihn,
mehr als irgend etwas, stärken, aufrichten, erheben, zur Tätigkeit ermuntern
und von Abwegen zurückhalten.
Wie der Wanderer erst, wenn er auf einer Höhe angekommen
ist, den zurückgelegten Weg, mit allen seinen Wendungen und Krümmungen, im
Zusammenhange überblickt und erkennt; so erkennen wir erst am Ende einer
Periode unseres Lebens, oder gar des ganzen, den wahren Zusammenhang unserer
Taten, Leistungen und Werke, die genaue Konsequenz und Verkettung, ja, auch den
Wert derselben. Denn, so lange wir darin begriffen sind, handeln wir nur immer
nach den feststehenden Eigenschaften unseres Charakters, unter dem Einfluß der
Motive, und nach dem Maße unserer Fähigkeiten, also durchweg mit Notwendigkeit,
indem wir in jedem Augenblicke bloß tun, was uns jetzt eben das rechte und
angemessene dünkt.
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