Dienstag, 26. Februar 2019
Je connais Mopse d'une visite qu'il m'a rendue sans me connaître; il
prie des gens qu'il ne connaît point de le mener chez d'autres dont il n'est
pas connu; il écrit à des femmes qu'il connaît de vue. Il s'insinue dans un
cercle de personnes respectables, et qui ne savent quel il est, et là, sans
attendre qu'on l'interroge, ni sans sentir qu'il interrompt, il parle, et
souvent, et ridiculement. Il entre une autre fois dans une assemblée, se place
où il se trouve, sans nulle attention aux autres, ni à soi-même; on l'ôte d'une
place destinée à un ministre, il s'assied à celle du duc et pair; il est là
précisément celui dont la multitude rit, et qui seul est grave et ne rit point.
Chassez un chien du fauteuil du Roi, il grimpe à la chaire du prédicateur; il
regarde le monde indifféremment, sans embarras, sans pudeur; il n'a pas, non
plus que le sot, de quoi rougir.
Dienstag, 19. Februar 2019
Donnerstag, 14. Februar 2019
Eine besonders lächerliche Impertinenz
solcher anonymer Kritiker ist, daß sie, wie die Könige, per Wir sprechen;
während sie nicht nur im Singular, sondern im Diminutiv, ja, im Humilitiv reden
sollten, z.B. „meine erbärmliche Wenigkeit, meine feige Verschmitztheit, meine
verkappte Inkompetenz, meine geringe Lumpazität“ u.s.w. So geziemt es sich,
verkappten Gaunern, diesen aus dem finstern Loch eines „literarischen
Winkelblatts“ herauszischenden Blindschleichen, zu reden, welchen das Handwerk
endlich gelegt werden muß.
Ich
meines Teils würde eben so gern einer Spielbank, oder einem Bordell vorstehn,
als so einer anonymen Rezensentenhöhle.
Der Bart, sagt man, sei dem Menschen
natürlich: allerdings, und darum ist er dem Menschen im Naturzustande ganz
angemessen; eben so aber dem Menschen im zivilisierten Zustande die Rasur,
indem sie anzeigt, daß hier die tierische, rohe Gewalt, deren jedem sogleich
fühlbares Abzeichen jener dem männlichen Geschlecht eigentümliche Auswuchs ist,
dem Gesetz, der Ordnung und Gesittung hat weichen müssen. – Der Bart vergrößert
den tierischen Teil des Gesichts und hebt ihn hervor: dadurch gibt er ihm das
so auffallend brutale Ansehn: man betrachte nur so einen Bartmenschen, im
Profil, während er ißt! Für eine Zierde
möchten sie den Bart ausgeben. Diese Zierde war man seit zweihundert Jahren nur
an Juden, Kosaken, Kapuzinern, Gefangenen und Straßenräubern zu sehn gewohnt.
Die Ferozität und Atrozität, welche der Bart der Physiognomie verleiht, beruht
darauf, daß eine respektiv leblose
Masse die Hälfte des Gesichts einnimmt, und zwar die das Moralische
ausdrückende Hälfte. Zudem ist alles Behaartsein tierisch.
Sonntag, 10. Februar 2019
Seht nur um euch! Sogar als äußerliches Symptom der überhand nehmenden
Roheit erblickt ihr den konstanten Begleiter derselben, – den langen Bart, dieses
Geschlechtsabzeichen, mitten im Gesicht, welches besagt, daß man die
Maskulinität, die man mit den Tieren gemein hat, der Humanität vorzieht, indem man vor allem ein Mann, mas, und erst nächstdem ein Mensch sein will. Das Abscheren der
Bärte, in allen hochgebildeten Zeitaltern und Ländern, ist aus dem richtigen
Gefühl des Gegenteils entstanden, vermöge dessen man vor allem ein Mensch, gewissermaßen ein Mensch in abstracto, mit Hintansetzung des
tierischen Geschlechtsunterschiedes, sein möchte. Hingegen hat die Bartlänge
stets mit der Barbarei, an die schon ihr Name erinnert, gleichen Schritt
gehalten.
Wie die Schichten der Erde die lebenden Wesen vergangener Epochen
reihenweise aufbewahren, so bewahren die Bretter der Bibliotheken reihenweise
die vergangenen Irrtümer und deren Darlegungen, welche, wie jene ersteren, zu
ihrer Zeit sehr lebendig waren und viel Lärm machten, jetzt aber starr und
versteinert dastehn, wo nur noch der literarische Paläontologe sie betrachtet.
Wenn man die vielen und mannigfaltigen Anstalten zum Lehren und Lernen
und das so große Gedränge von Schülern und Meistern sieht, könnte man glauben,
daß es dem Menschengeschlechte gar sehr um Einsicht und Wahrheit zu tun sei.
Aber auch hier trügt der Schein. Jene lehren, um Geld zu verdienen, und streben
nicht nach Weisheit, sondern nach dem Schein und Kredit derselben: und diese
lernen nicht, um Kenntnis und Einsicht zu erlangen, sondern um schwätzen zu
können und sich ein Ansehn zu geben.
Xerxes hat, nach Herodot, beim Anblick seines unübersehbaren Heeres
geweint, indem er bedachte, daß von diesen allen, nach hundert Jahren, keiner
am Leben sein würde: wer möchte da nicht weinen, beim Anblick des dicken
Meßkatalogs, wenn er bedenkt, daß von allen diesen Büchern, schon nach zehn
Jahren, keines mehr am Leben sein wird.
Donnerstag, 31. Januar 2019
Die Chinesen können allein von einer monarchischen Regierung sich einen
Begriff machen: was eine Republik sei, verstehn sie gar nicht. Als im Jahre
1658 eine holländische Gesandtschaft in China war, sah diese sich genötigt, den
Prinzen von Oranien als ihren König darzustellen; weil sonst die Chinesen
geneigt gewesen wären, Holland für ein Nest von Seeräubern zu halten, die ohne
Oberherrn lebten.
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