Sonntag, 8. Dezember 2013


Um die Liebe in Atem zu halten, verordnete Lykurg, dass die Ehegatten sich nur verstohlenerweise begehen sollten und das es für sie gleich schimpflich sein solle, im Beilager angetroffen zu werden, wie für Unvermählte. Die Schwierigkeit, sich ein Stelldichein zu geben, die Gefahr der Überraschung, die Schande des folgenden Tags,

und das Schmachten, das Schweigen, das Seufzen aus tiefster Brust,

das ist es, was der Suppe die Würze gibt. Wie viele sehr unflätig ergötzliche Spiele entstehen aus der züchtigen und verschämten Weise, von den Werken die Liebe zu sprechen. Die Wollust selbst sucht sich durch den Schmerz aufzustacheln. Sie ist gar viel süßer, wenn sie sengt und wenn sie kratzt.

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