Um die Liebe in
Atem zu halten, verordnete Lykurg, dass die Ehegatten sich nur
verstohlenerweise begehen sollten und das es für sie gleich schimpflich sein
solle, im Beilager angetroffen zu werden, wie für Unvermählte. Die
Schwierigkeit, sich ein Stelldichein zu geben, die Gefahr der Überraschung, die
Schande des folgenden Tags,
und das Schmachten,
das Schweigen, das Seufzen aus tiefster Brust,
das ist es, was der
Suppe die Würze gibt. Wie viele sehr unflätig ergötzliche Spiele entstehen aus
der züchtigen und verschämten Weise, von den Werken die Liebe zu sprechen. Die
Wollust selbst sucht sich durch den Schmerz aufzustacheln. Sie ist gar viel
süßer, wenn sie sengt und wenn sie kratzt.
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