Samstag, 12. Oktober 2013


Et à quoy servent ces gros bastions, dequoy les nostres viennent d’armer leurs flancs, qu’à lurrer nostre appetit et nous attirer à elles en nous esloignant ?

Mittwoch, 9. Oktober 2013


Viel weniger irrt, wer mit zu finsterm Blicke diese Welt als eine Art Hölle ansieht und demnach nur darauf bedacht ist, sich in derselben eine feuerfeste Stube zu verschaffen. Der Tor läuft den Genüssen des Lebens nach und sieht sich betrogen: der Weise vermeidet die Übel. Sollte ihm jedoch auch dieses mißglücken; so ist es dann die Schuld des Geschicks, nicht die seiner Torheit. So weit es ihm aber glückt, ist er nicht betrogen: denn die Übel, denen er aus dem Wege ging, sind höchst real. Selbst wenn er etwa ihnen zu weit aus dem Wege gegangen sein sollte und Genüsse unnötigerweise geopfert hätte; so ist eigentlich doch nichts verloren: denn alle Genüsse sind chimärisch, und über die Versäumnis derselben zu trauern wäre kleinlich, ja lächerlich.
Das Verkennen dieser Wahrheit, durch den Optimismus begünstigt, ist die Quelle vielen Unglücks. Während wir nämlich von Leiden frei sind, spiegeln unruhige Wünsche uns die Chimären eines Glückes vor, das gar nicht existiert, und verleiten uns sie zu verfolgen: dadurch bringen wir den Schmerz, der unleugbar real ist, auf uns herab. Dann jammern wir über den verlorenen schmerzlosen Zustand, der wie ein verscherztes Paradies hinter uns liegt, und wünschen vergeblich, das Geschehene ungeschehen machen zu können. So scheint es, als ob ein böser Dämon uns aus dem schmerzlosen Zustande, der das höchste wirkliche Glück ist, stets herauslockte durch die Gaukelbilder der Wünsche.
Unbesehens glaubt der Jüngling, die Welt sei da, um genossen zu werden; sie sei der Wohnsitz eines positiven Glückes, welches nur die verfehlen, denen es an Geschick gebricht, sich seiner zu bemeistern. Hierin bestärken ihn Romane und Gedichte, wie auch die Gleißnerei, welche die Welt durchgängig und überall mit dem äußeren Scheine treibt und auf die ich bald zurückkommen werde. Von nun an ist sein Leben eine mit mehr oder weniger Überlegung angestellte Jagd nach dem positiven Glück, welches, als solches, aus positiven Genüssen bestehen soll.
Die Gefahren, denen man sich dabei aussetzt, müssen in die Schanze geschlagen werden. Da führt denn diese Jagd nach einem Wilde, welches gar nicht existiert, in der Regel zu sehr realem, positivem Unglück. Dies stellt sich ein als Schmerz, Leiden, Krankheit, Verlust, Sorge, Armut, Schande und tausend Nöte. Die Enttäuschung kommt zu spät.
Hierzu stimmt auch, was Goethe in den Wahlverwandtschaften, den, für das Glück der andern stets tätigen Mittler sagen läßt: »Wer ein Übel los sein will, der weiß immer, was er will: wer was Besseres will, als er hat, der ist ganz staarblind.«

Freitag, 4. Oktober 2013


Je leur rens la conqueste de ma maison lasche et traistresse. Elle n’est close à personne qui y heurte. Il n’y a pour toute provision qu’un portier d’ancien usage et ceremonie, qui ne sert pas tant à defendre ma porte qu’à l’offrir plus decemment et gratieusement. Je n’ay ny garde ny sentinelle que celle que les astres font pour moi. Un gentilhomme a tort de faire montre d’estre en deffense, s’il ne l’est parfaictement. Qui est ouvert d’un costé, l’est par tout. Noz peres ne pansarent pas à bastir des places frontieres.

Les moyens d’assaillir, je dy sans baterie et sans armée, et de surprendre nos maisons, croissent tous les jours audessus des moyens de se garder. Les esprits s’aiguisent generalement de ce costé là. L’invasion touche tous. La defense non, que les riches. La mienne estoit forte selon le temps qu’elle fut faicte. Je n’y ay rien adjouté de ce costé là, et creindroy que sa force se tournast contre moy-mesme ; joint qu’un temps paisible requerra qu’on les desfortifie. Il est dangereux de ne les pouvoir regaigner. Et est difficile de s’en asseurer. Car en matiere de guerres intestines, vostre valet peut estre du party que vous craignez.

Et où la religion sert de pretexte, les parentez mesmes deviennent infiables, avec couverture de justice. Les finances publiques n’entretiendront pas noz garnisons domestiques : elles s’y espuiseroient. Nous n’avons pas dequoy le faire sans nostre ruine, ou, plus incommodement et injurieusement, sans celle du peuple. L’estat de ma perte ne seroit de guere pire. Au demeurant, vous y perdez vous ? vos amis mesme s’amusent, plus qu’à vous plaindre, à accuser vostre invigilance et improvidence, et l’ignorance ou nonchalance aux offices de vostre profession.

Ce que tant de maisons gardées se sont perdues, où ceste-cy dure, me faict soupçonner qu’elles se sont perdues de ce qu’elles estoient gardées. Cela donne et l’envie et la raison à l’assaillant. Toute garde porte visage de guerre.