Was die Schreiberei unserer Philosophaster so
überaus gedankenarm und dadurch marternd langweilig macht, ist zwar im letzten
Grunde die Armut ihres Geistes, zunächst aber dieses, daß ihr Vortrag sich
durchgängig in höchst abstrakten, allgemein und überaus weiten Begriffen
bewegt, daher auch meistens nur in unbestimmten, schwankenden, verblassenen
Ausdrücken einherschreitet. Zu diesem … Gange sind sie aber genötigt, weil sie
sich hüten müssen, die Erde zu berühren, wo sie, auf das Reale, Bestimmte,
Einzelne und Klare stoßend, lauter gefährliche Klippen antreffen würden, an
denen ihre Wortdreimaster scheitern könnten. Denn statt Sinne und Verstand fest
und unverwandt zu richten auf die anschaulich vorliegende Welt, auf das
eigentlich und wahrhaft Gegebene … – kennen sie nichts als nur die höchsten
Abstraktionen wie Sein, Wesen, Werden, Absolutes, Unendliches usf., gehen schon
von diesen aus und bauen daraus Systeme, deren Gehalt zuletzt auf bloße Worte
hinausläuft, die also eigentlich nur Seifenblasen sind, eine Weile damit zu
spielen, jedoch den Boden der Realität nicht berühren können, ohne zu platzen.