Sonntag, 29. Dezember 2019


Chez les femmes, se parer et se farder n'est pas, je l'avoue, parler contre sa pensée; c'est plus aussi que le travestissement et la mascarade, où l'on ne se donne point pour ce que l'on paraît être, mais où l'on pense seulement à se cacher et à se faire ignorer: c'est chercher à imposer aux yeux, et vouloir paraître selon l'extérieur contre la vérité; c'est une espèce de menterie.

Il faut juger des femmes depuis la chaussure jusqu'à la coiffure exclusivement, à peu près comme on mesure le poisson entre queue et tête.

I admit that when women adorn and make up themselves, it is not the same thing as lying; it is closer to it, though, than disguising oneself at a masked ball, where people never present themselves as they are, but still only think about hiding themselves and making their true selves forgotten: it is a desire to impress peoples eyes, and to seem like something on the outside that is different from the truth; it is a type of fib.

It's necessary to judge women from just above their shoes to just below their coiffure exclusively, a little like one measures a fish from below its head to above its tail.

Some young women do not sufficiently know the advantages of a happy nature, and how useful it would be to them to abandon themselves to it; they weaken these gifts of heaven, which are so rare and fragile, by affected manners and bad imitations: they borrow the tone of their voice and their gait from other people; they compose themselves, make themselves up and look into the mirror to see if they are far enough from their natural self. It isn't without difficulty that they end up pleasing others less.

Quelques jeunes personnes ne connaissent point assez les avantages d'une heureuse nature, et combien il leur serait utile de s'y abandonner; elles affaiblissent ces dons du ciel, si rares et si fragiles, par des manières affectées et par une mauvaise imitation: leur son de voix et leur démarche sont empruntés; elles se composent, elles se recherchent, regardent dans un miroir si elles s'éloignent assez de leur naturel. Ce n'est pas sans peine qu'elles plaisent moins.

Mittwoch, 18. Dezember 2019


J'ai vu souhaiter d'être fille, et une belle fille, depuis treize ans jusques à vingt-deux, et après cet âge, de devenir un homme.

I have heard some people say that they would like to be a girl, and a beautiful girl, from the age of thirteen to that of twenty two, and after that to become a man.

Ich habe den Wunsch vernommen, von dreizehn bis zweiundzwanzig Jahren ein Mädchen, ein sehr schönes Mädchen zu sein und dann ein Mann werden zu können.

Dienstag, 3. Dezember 2019


Der Verstand ist keine extensive, sondern eine intensive Größe: daher kann hierin einer getrost gegen Zehntausend aufnehmen und gibt eine Versammlung von tausend Dummköpfen noch keinen gescheiten Mann. Aristokratisch ist die Natur, aristokratischer als irgend ein Feudal- und Kastenwesen. Demgemäß läuft ihre Pyramide von einer sehr breiten Basis in einen ganz spitzen Gipfel aus. Und wenn es dem Pöbel und Gesindel, welches nichts über sich dulden will, auch gelänge, alle andern Aristokratien umzustoßen, so müßte es diese doch bestehn lassen, – und soll keinen Dank dafür haben: Denn die ist so ganz eigentlich „von Gottes Gnaden“.

Mittwoch, 27. November 2019


Das weibliche Geschlecht verlangt und erwartet vom männlichen alles, nämlich alles, was es wünscht und braucht: Das männliche verlangt vom weiblichen zunächst und unmittelbar nur Eines. Daher mußte die Einrichtung getroffen werden, daß das männliche Geschlecht vom weiblichen jenes Eine nur erlangen kann gegen Übernahme der Sorge für alles und zudem für die aus der Verbindung entspringenden Kinder: Auf dieser Einrichtung beruht die Wohlfahrt des ganzen weiblichen Geschlechts. Bei der Ehe ist es nicht auf geistreiche Unterhaltung, sondern auf die Erzeugung der Kinder abgesehen: Sie ist ein Bund der Herzen, nicht der Köpfe. Es ist ein eitles und lächerliches Vorgeben, wenn Weiber behaupten, in den Geist eines Mannes sich verliebt zu haben, oder es ist die Überspannung eines entarteten Wesens.

Sonntag, 10. November 2019


Willst du was frühe Glaubensimpfung leistet, mit eigenen Augen und in der Nähe sehen, so betrachte die Engländer. Sieh diese von der Natur vor allen andern begünstigte und mit Verstand, Geist, Urteilskraft und Charakterfestigkeit mehr als alle übrigen ausgestattete Nation, sieh sie, tief unter alle andern herabgesetzt, ja geradezu verächtlich gemacht, durch ihren stupiden Kirchenaberglauben, welcher, zwischen ihren übrigen Fähigkeiten, ordentlich wie ein fixer Wahn, eine Monomanie, erscheint. Das haben sie bloß dem zu danken, daß die Erziehung in den Händen der Geistlichkeit ist, welche Sorge trägt, ihnen sämtliche Glaubensartikel in frühester Jugend einzuprägen, daß es bis zu einer Art partieller Gehirnlähmung geht, die sich dann zeitlebens in jener blödsinnigen Bigotterie äußert, durch welche sogar übrigens höchst verständige und geistreiche Leute unter ihnen sich degradieren und uns an ihnen ganz irre werden lassen.