Pour
les femmes du monde, un jardinier est un jardinier, et un maçon est un maçon;
pour quelques autres plus retirées, un maçon est un homme, un jardinier est un
homme. Tout
est tentation à qui la craint.
Montag, 31. Oktober 2022
Freitag, 14. Oktober 2022
Roscius entre sur la scène de bonne grâce: oui, Lélie; et j'ajoute encore qu'il a les jambes bien
tournées, qu'il joue bien, et de longs rôles, et que pour déclamer parfaitement
il ne lui manque, comme on le dit, que de parler avec la bouche; mais est-il le
seul qui ait de l'agrément dans ce qu'il fait? et ce qu'il fait, est-ce la
chose la plus noble et la plus honnête que l'on puisse faire? Roscius
d'ailleurs ne peut être à vous, il est à une autre; et quand cela ne serait pas
ainsi, il est retenu: Claudie attend, pour l'avoir, qu'il se soit dégoûté de
Messaline. Prenez Bathylle, Lélie: où trouverez-vous, je ne dis pas dans
l'ordre des chevaliers, que vous dédaignez, mais même parmi les farceurs un
jeune homme qui s'élève si haut en dansant, et qui passe mieux la capriole?
Voudriez-vous le sauteur Cobus, qui, jetant ses pieds en avant, tourne une fois
en l'air avant que de tomber à terre? Ignorez-vous qu'il n'est plus jeune? Pour
Bathylle, dites-vous, la presse y est trop grande, et il refuse plus de femmes
qu'il n'en agrée; mais vous avez Dracon, le joueur du flûte: nul autre de son
métier n'enfle plus décemment ses joues en soufflant dans le hautbois ou le
flageolet, car c'est une chose infinie que le nombre des instruments qu'il fait
parler; plaisant d'ailleurs, il fait rire jusqu'aux enfants et aux femmelettes.
Qui mange et qui boit mieux que Dracon en un seul repas? Il enivre toute une
compagnie, et il se rend le dernier. Vous soupirez, Lélie: est-ce que Dracon
aurait fait un choix, ou que malheureusement on vous aurait prévenue? Se
serait-il enfin engagé à Césonie, qui l'a tant couru, qui lui a sacrifié une si
grande foule d'amants, je dirai même toute la fleur des Romains? à Césonie, qui
est d'une famille patricienne, qui est si jeune, si belle, et si sérieuse? Je
vous plains, Lélie, si vous avez pris par contagion ce nouveau goût qu'ont tant
de femmes romaines pour ce qu'on appelle des hommes publics, et exposés par
leur condition à la vue des autres. Que ferez-vous, lorsque le meilleur en ce
genre vous est enlevé? Il reste encore Bronte, le questionnaire: le peuple ne
parle que de sa force et de son adresse; c'est un jeune homme qui a les épaules
larges et la taille ramassée, un nègre d'ailleurs, un homme noir.
Roscius enters onto the stage with much grace: it's true, Lélie; I will also
agree that his legs are well shaped, that he acts well and major roles, and
that to recite perfectly, he only needs to open his mouth, as people say; but
is he the only actor who is charming in everything he does? and what he does,
is it the noblest and most honest thing a person can do? Moreover, Roscius
cannot be yours, he belongs to someone else; and when this engagement ends, he
is already claimed by another still: Claudie waits for him to become tired of
Messaline so that she can have him. Take Bathylle, Lélie: where will you find,
I don't say in the order of knights who you disdain, but among the very actors
of farces, a young man who can jump so high when he dances, and who does a
better capriole? Would you like the jumper, Cobus, who, throwing his feet
before him, turns once in the air before coming back to the ground? Did you
know that he is no longer young? As for Bathylle, you will say, the crowd
around him is too great, and he refuses more women than he can gratify; but you
still have Dracon, the flute player: no one else in his profession swells his
cheeks as decently as he does when he plays the oboe or the flageolet, because
the number of instruments he can play is endless; moreover, he's amusing and
even makes children and young women laugh. Who eats and drinks better than
Dracon in a single meal? He gets a whole company drunk, and himself last. You
sigh, Lélie: is it because Dracon has already chosen someone, or because
someone has been hindering you? Is he finally engaged to Césonie, who has run
after him for so long, who has sacrificed a great mob of lovers for him, I
would even say the flower of young Romans? to Césonie, who is from a patrician
family, who is so young, so beautiful, and so earnest? I am sorry for you,
Lélie, if you have been infected with this new taste that roman women have for
what people call public men, who expose themselves for work to the sight of
others. What will you do, since the best men of this type have already been
taken? Bronte is still left, who works torturing people on the rack: people
can't stop talking about his strength and skill; he is a young man with broad
shoulders and brawny, a negroe moreover, a black man.
Donnerstag, 29. September 2022
In
allem, was unser Wohl und Wehe betrifft, sollen wir die Phantasie im Zügel
halten: also zuvörderst keine Luftschlösser bauen; weil diese zu kostspielig
sind, indem wir gleich darauf sie unter Seufzern wieder einzureißen haben. Aber
noch mehr sollen wir uns hüten, durch das Ausmalen bloß möglicher Unglücksfälle
unser Herz zu ängstigen. Wenn nämlich diese ganz aus der Luft gegriffen, oder
doch sehr weit hergeholt wären; so würden wir beim Erwachen aus einem solchen
Traume gleich wissen, daß alles nur Gaukelei gewesen, daher uns der besseren
Wirklichkeit um so mehr freuen und allenfalls eine Warnung gegen ganz
entfernte, wiewohl mögliche Unglücksfälle daraus entnehmen.
Dienstag, 27. September 2022
Allein,
mit dergleichen spielt unsere Phantasie nicht leicht: ganz müßigerweise baut
sie höchstens heitere Luftschlösser. Der Stoff zu ihren finstern Träumen sind
Unglücksfälle, die uns, wenn auch aus der Ferne, doch einigermaßen wirklich
bedrohen: diese vergrößert sie, bringt ihre Möglichkeit viel näher, als sie in
Wahrheit ist, und malt sie auf das Fürchterlichste aus. Einen solchen Traum
können wir beim Erwachen nicht sogleich abschütteln, wie den heitern: denn
diesen widerlegt alsbald die Wirklichkeit und läßt höchstens eine schwache
Hoffnung im Schoße der Möglichkeit übrig. Aber haben wir uns den schwarzen
Phantasien überlassen, so haben sie uns Bilder nahe gebracht, die nicht so
leicht wieder weichen: denn die Möglichkeit der Sache im allgemeinen steht
fest, und den Maßstab des Grades derselben vermögen wir nicht jederzeit
anzulegen: sie wird nun leicht zur Wahrscheinlichkeit, und wir haben uns der
Angst in die Hände geliefert.
Donnerstag, 15. September 2022
Daher
also sollen wir die Dinge, welche unser Wohl und Wehe betreffen, bloß mit dem
Auge der Vernunft und der Urteilskraft betrachten, folglich trockener und
heller Überlegung mit bloßen Begriffen in abstraktem operieren. Die Phantasie
soll dabei aus dem Spiele bleiben: denn urteilen kann sie nicht, sondern bringt
bloße Bilder vor die Augen, welche das Gemüt unnützer- und oft sehr
peinlicherweise bewegen. Am strengsten sollte diese Regel abends beobachtet
werden. Denn wie die Dunkelheit uns furchtsam macht und uns überall
Schreckensgestalten erblicken läßt, so wirkt, ihr analog, die Undeutlichkeit
der Gedanken; weil jede Ungewißheit Unsicherheit gebiert: deshalb nehmen des
Abends, wenn die Abspannung Verstand und Urteilskraft mit einer subjektiven
Dunkelheit überzogen hat, der Intellekt müde und verwirrt ist und den Dingen
nicht auf den Grund zu kommen vermag, die Gegenstände unserer Meditation, wenn
sie unsere persönlichen Verhältnisse betreffen, leicht ein gefährliches
Aussehen an und werden zu Schreckbildern.
Am
meisten ist dies der Fall nachts im Bette, als wo der Geist völlig abgespannt
und daher die Urteilskraft ihrem Geschäfte gar nicht mehr gewachsen, die
Phantasie aber noch rege ist. Da gibt die Nacht allem und jedem ihren schwarzen
Anstrich. Daher sind unsere Gedanken vor dem Einschlafen, oder gar beim
nächtlichen Erwachen, meistens fast ebenso arge Verzerrungen und Verkehrungen
der Dinge, wie die Träume es sind, und dazu, wenn sie persönliche
Angelegenheiten betreffen, gewöhnlich pechschwarz, ja entsetzlich. Am Morgen
sind dann alle solche Schreckbilder, so gut wie die Träume, verschwunden; dies
bedeutet das spanische Sprichwort: die Nacht ist gefärbt, weiß ist der Tag.
Aber auch schon abends, sobald das Licht brennt, sieht der Verstand wie das
Auge nicht so klar, wie bei Tage: daher diese Zeit nicht zur Meditation
ernster, zumal unangenehmer Angelegenheiten geeignet ist.
Hierzu
ist der Morgen die rechte Zeit; wie er es denn überhaupt zu allen Leistungen
ohne Ausnahme, sowohl den geistigen wie den körperlichen, ist. Denn der Morgen
ist die Jugend des Tages: Alles ist heiter, frisch und leicht: wir fühlen uns
kräftig und haben alle unsere Fähigkeiten zu völliger Disposition. Man soll ihn
nicht durch spätes Aufstehen verkürzen, noch auch an unwürdige Beschäftigungen
oder Gespräche verschwenden, sondern ihn als die Quintessenz des Lebens betrachten
und gewissermaßen heilig halten. Hingegen ist der Abend das Alter des Tages:
wir sind abends matt, geschwätzig und leichtsinnig. – Jeder Tag ist ein kleines
Leben – jedes Erwachen und Aufstehen eine kleine Geburt, jeder frische Morgen
eine kleine Jugend, und jedes Zubettgehen und Einschlafen ein kleiner Tod.