Auch beruht es zum Teil auf dieser Regel, daß die zweite
Hälfte des Lebens trauriger ausfällt, als die erste. Denn im Laufe des Lebens
wird der Horizont unserer Zwecke und Beziehungen immer weiter: In der Kindheit
ist er auf die nächste Umgebung und die engsten Verhältnisse beschränkt; im
Jünglingsalter reicht er schon bedeutend weiter; im Mannesalter umfaßt er
unsern ganzen Lebenslauf, ja, erstreckt sich oft auf die entferntesten
Verhältnisse, auf Staaten und Völker; im Greisen alter umfaßt er die
Nachkommen. –
Samstag, 21. März 2015
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen