Auf die hier gegebene Anempfehlung zielt auch die Regel des
Pythagoras, daß man abends, vor dem Einschlafen, durchmustern solle, was man
den Tag über getan hat. Wer im Getümmel der Geschäfte, oder Vergnügungen,
dahinlebt, ohne je seine Vergangenheit zu ruminieren, vielmehr nur immerfort
sein Leben abhaspelt, dem geht die klare Besonnenheit verloren: sein Gemüt wird
ein Chaos, und eine gewisse Verworrenheit kommt in seine Gedanken, von welcher
alsbald das Abrupte, Fragmentarische, gleichsam Kleingehackte seiner
Konversation zeugt. Dies ist um so mehr der Fall je größer die äußre Unruhe,
die Menge der Eindrücke, und je geringer die innere Tätigkeit seines Geistes
ist.
Freitag, 27. März 2015
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